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Kauder: Bedrohte Christen unterstützen

Berlin (ots) - Fraktionsvorsitzender lädt christliche Vertreter aus Indien zur Plenardebatte zu Religionsfreiheit ein.

Auf Einladung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder haben zwei Gäste die Debatte über Religionsfreiheit am Donnerstag im Bundestag von der Besuchertribüne aus verfolgt, die in besonderer Weise mit dem Thema verbunden sind: Schwester Justine Senapati SJA und Vater Dr. Augustine Singh arbeiten im ostindischen Bundesstaat Orissa mit Opfern der massiven Ausschreitungen gegen die christliche Minderheit, die dort im August 2008 stattfanden. Schwester Justine Senapati SJA ist Programmdirektorin in einem Sozialzentrum in Kandhamal im Bundesstaat Orissa, Vater Augustine Singh ist Priester und ist als Psychologe ebenfalls in Kandhamal tätig. Beide setzen sich für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation ein. Aus diesem Grund haben sie von der katholischen Organisation "Pax Romana" (The International Catholic Movement for Intellectual and Cultural Affairs) ein Stipendium erhalten, um für sechs Wochen in Genf die Mechanismen des internationalen Menschenrechtsschutzes kennen zu lernen. Volker Kauder wird beide im Anschluss an die Debatte zu einem persönlichen Gespräch treffen.

Ebenfalls auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden haben der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten und der Bevollmächtigte des Rates der EKD, Bernhard Felmberg die Debatte verfolgt.

Hintergrund zur Situation der Christen in Orissa: Im ostindischen Bundesstaat Orissa kam es im August 2008 zu massiven Ausschreitungen gegen die christliche Minderheit. Auslöser der Gewalt im Distrikt Kandhamal war der Mord an einem prominenten Hindu-Mönch. Trotz eines Bekennerschreibens einer maoistischen Terrorgruppe nutzten extremistische Hindu-Gruppen den Vorfall, um zu Gewalt gegen die Christen in Orissa aufzurufen. Mehr als 100 Personen wurden in der Folge getötet; viele Frauen vergewaltigt. Nach Angaben der Indischen Bischofskonferenz wurden in den über Wochen andauernden Ausschreitungen mehr als 60 Kirchen und 4000 Wohnhäuser zerstört. Nahezu 60 000 Menschen flüchteten oder wurden gewaltsam umgesiedelt. Viele von ihnen leben nach wie vor in Flüchtlingslagern und Zelten neben den Ruinen ihrer Häuser. Da sie jede Lebensgrundlage verloren haben, sind sie oft auf Hilfe von außen angewiesen.

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