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Dobrindt: Kein Hochschulranking durch EU

    Berlin (ots) - Zur Ausschreibung der Planung und Erprobung eines europäischen Hochschulrankings durch die Europäische Kommission erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alexander Dobrindt MdB:

    Mit dem europäischen Hochschulranking versucht die Europäische Kommission, die Bildungspolitik der Mitgliedstaaten aus Brüssel zu steuern und die europäischen Hochschulsysteme nach ihren Vorstellungen anzugleichen. Dies steht ihr nach den EU-Verträgen nicht zu.

    Zwar sind Vergleiche und Rankings grundsätzlich sinnvoll. Sie sorgen insbesondere für Transparenz bei den Studierenden. Gleichzeitig bergen sie aber auch die Gefahr der Manipulation und Fehlsteuerung. Deshalb muss der Vergleichende über jeden Zweifel erhaben sein. Er darf über den Vergleich hinaus mit dem Ranking keine eigenen Interessen verfolgen. Das ist bei der EU-Kommission aber nicht der Fall. Sie verfolgt offen eigene strategische Bildungsziele und vergibt Fördermittel in Milliardenhöhe. Mittels eines von ihr durchgeführten Hochschulrankings könnte sie deshalb massiv in die Hochschulpolitik der Mitgliedsstaaten eingreifen und die Hochschulen mehr und mehr gleichschalten.

    Dies kann weder im Sinne der Studierenden noch der Forscher sein. Wir fordern die Kommission daher auf, die Ausschreibung aufzuheben und sich um Politikbereiche zu kümmern, in denen ihr der EU-Vertrag tatsächlich Aufgaben zuweist. Bildung ist Sache der Mitgliedstaaten.

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