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Politik soll langfristig wirksame Toleranz-Programme fördern und nutzen

    Hamburg (ots) - Die gemeinnützige Toleranz-Jugendinitiative Step21
hat die Politiker in Bund und Ländern aufgefordert, die jüngsten
fremdenfeindlichen Übergriffe in unserem Land nicht nur verbal und
rechtlich anzuprangern, sondern dem Phänomen der Intoleranz und
Fremdenfeindlichkeit durch langfristig wirksame Programme zu
begegnen. Es gebe zahlreiche private Modelle sowie Erfahrungen aus
der Wirtschaft, die in die Politik eingebracht werden könnten. Step21
beweise, dass Erwachsene und Jugendliche keineswegs teilnahmslos und
desinteressiert, sondern zu positivem Engagement bereit seien,
betonte die geschäftsführende Gesellschafterin von Step21, Sonja
Lahnstein-Kandel, in Hamburg. Step21 ist eine Gemeinschaftsinitiative
von Bertelsmann, DaimlerChrysler und Siemens.
    
    Die Verbesserung des gesamtgesellschaftlichen Klimas sei ein
allgemeines politisches Ziel, aber auch in der Wirtschaft mit ihrer
zunehmenden Internationalisierung und Multikulturalität sei Toleranz
unabdingbare und selbstverständliche Voraussetzung für eine
funktionierende interne Zusammenarbeit, erklärte Lahnstein-Kandel. In
weltweit operierenden Unternehmen, in denen Menschen aus
unterschiedlichsten Kulturkreisen und Ländern zusammenarbeiteten, sei
für Intoleranz und Ressentiments kein Platz. Vielmehr gehörten
Toleranz und Offenheit zur Qualifikation der Mitarbeiter.
    
    Bertelsmann, DaimlerChrysler und Siemens hatten bereits nach dem
verheerenden Brandanschlag auf ein türkisches Wohnhaus 1993 in
Solingen gemeinsam mit Sonja Lahnstein-Kandel erste Überlegungen für
konkrete Programme zur Förderung von Toleranz, Verantwortung,
Zivilcourage und Engagement angestellt. Step21 will den Dialog mit
und unter den Jugendlichen über gesellschaftliche Themen und die
persönliche Zukunft der Einzelnen fördern. Dabei stehen die
Eigeninitiative der Jugendlichen und ein spielerischer Umgang mit
diesen wichtigen Zukunftsthemen im Vordergrund. Zirka 4,5 Millionen
Mark wurden bisher von den Unternehmen gespendet. Kernelemente der
Initiative sind die "Step21-Box" und das "Step21-Netz". Erstere ist
ein interaktives Lern- und Spiele-Paket zum Thema Toleranz mit
Videos, Comics, Computerspielen und Musik-CDs, das von Schulen und
Jugendeinrichtungen, aber auch von Jugendlichen in Eigenregie genutzt
werden kann. Das damit verbundene Netzwerk bietet Jugendlichen
bundesweit mit Wettbewerben, Veranstaltungen und Rundfunksendungen,
aber auch im Internet reale und virtuelle Plattformen für den
Austausch untereinander und mit Erwachsenen an. Das Programm
verbindet somit Schule mit Freizeit und Lernen mit Engagement.
    
    Lahnstein-Kandel sagte, viele Erfahrungen seien mittlerweile
gewonnen. Step21 sei bereit, diese an Dritte weiterzugeben
beziehungsweise mit anderen Organisationen zu teilen. Derzeit würden
bereits Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen und
Bildungsinstanzen aufgebaut.
    
    
ots Originaltext: Bertelsmann AG
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