Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC)

22. Chirurgentag: 93% der Chirurginnen würden es wieder tun - das Fach ist beliebt, die Bedingungen nicht immer

Berlin (ots) - Ob Ärztinnen in der Chirurgie ihren Job gerne machen und wie sie die Arbeitsbedingungen beurteilen, wollte der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) mit einer großen Umfrage herausfinden, an der sich im Sommer 2008 weit mehr als 900 deutsche Chirurginnen beteiligten.

Ergebnis: Geklagt wird vor allem über die überbordende Bürokratie und Administration (79%), Überstunden und lange Dienste (65%) sowie über eine schlecht organisierte bzw. chaotische Arbeitssituation (38%). "Dennoch würden 93% der befragten Ärztinnen den Beruf der Chirurgin wieder ergreifen, wobei 37% sagen, dass sich dafür die Bedingungen ändern müssten", berichtete Dr. Gunda Leschber, Chefärztin der Thoraxchirurgie an der Evangelischen Lungenklinik Berlin und Vertreterin der Chirurginnen im BDC-Vorstand. Leschber hat diese in Deutschland erstmals durchgeführte Umfrage initiiert und die Ergebnisse beim 22. Chirurgentag am 17. und 18.10.2008 in Berlin präsentiert.

"Besonders das Praktische Jahr hat großen Einfluss auf die Berufswahl. Hier lernen die Studenten das Fach mit allen Vor- und Nachteilen kennen." Ein gutes Image der Chirurgie bei Frauen sei wichtig, da 60 bis 70% der Studienanfänger in der Medizin weiblich seien und angesichts des Chirurgenmangels auf dieses Potenzial nicht verzichtet werden könne.

Mit der Kampagne "Nur Mut! Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn" wirbt der BDC für Nachwuchs. "Die Perspektiven in der Chirurgie sind so gut wie lange nicht, in den kommenden 10 Jahren gehen rund die Hälfte der niedergelassenen und mehr als ein Drittel der im Krankenhaus tätigen Chirurgen in Rente", weiß Dr. Jörg Ansorg, Hauptgeschäftsführer des BDC. "Nachfolger sind rar und werden in 5 bis 10 Jahren ihre Arbeitsbedingungen in einem sehr viel größeren Umfang als heute selbst bestimmen können."

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