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Devolo pickt sich Elsa-Rosinen heraus: Erste Produkte unter eigenem Label im Juni auf dem Markt
Devolo AG-Vorstand Heiko Harbers im Gespräch mit ComputerPartner

    München (ots) - Vor einem Monat ist die Devolo AG an den Start
gegangen. 25 der 30 Devolo-Mitarbeiter kommen von der insolventen
Elsa AG. Heiko Harbers, Vorstand der Devolo AG und ehemaliger Vice
President Consumer Products bei Elsa, sprach mit dem
IT-Fachhandelsmagazin ComputerPartner (ET: 31.5.2002) über seine
Pläne: "Schon seit mehr als drei Monaten diskutieren wir, wie wir das
Elsa-Know-how erhalten können."
    
    Der Vorstand und sein Team haben für den Neustart private Mittel
eingebracht sowie Bankkredite und die Unterstützung eines Venture
Capitalisten erhalten. "Mit dem jetzigen Kapital können wir die
ersten zwei bis drei Monate überbrücken. Dann müssen die Produkte
schon Geld einbringen." Insgesamt will Harbers im laufenden Jahr rund
11,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Bis zum Jahr 2005 soll
sich dieser verdreifacht haben. Harbers: "Der wichtigste unserer
Vorsätze ist, dass unsere Produkte weiterhin von hoher Qualität
sind." Garantieleistungen für Elsa-Produkte werde das Unternehmen
aber nicht übernehmen.
    
    Produzieren will Devolo in Deutschland. Eine Produktion in Taiwan
ist nicht geplant. Zum eng gesteckten Absatzareal gehört zunächst nur
der deutschsprachige Raum. Für den angepeilten indirekten Vertrieb
führt das Unternehmen bereits Vertragsverhandlungen mit verschiedenen
Distributoren.
    
    Wie ComputerPartner in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird
sich Devolo streng auf die Bereiche Datenkommunikation und Home
Networking konzentrieren - dabei habe man sich zunächst die Rechte an
den ehemaligen Elsa-Marken "Microlink" und "Vianect" gesichert, so
Harbers. Grafikkarten und Monitore aus dem ehemaligen Elsa-Portfolio
stehen nicht auf dem Plan. "Der Fokus unserer Entwicklungsmannschaft
wird auf ADSL liegen. Im analogen Bereich werden wir die
Elsa-Produkte mit einigen Modifizierungen weiterführen." Ab Juni sind
die ersten Geräte - per Logo-Austausch in Devolo-Produkte umgewandelt
- im Handel. Ab August soll das erste ADSL-Modem erhältlich sein, das
allein von Devolo gebaut wurde. "Dieses Produkt war auch schon bei
Elsa angedacht", sagt Harbers.
    
    
ots Originaltext: ComputerPartner
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