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Erste umfassende Retrospektive von Sighard Gille im Museum der bildenden Künste Leipzig zu sehen

Erste umfassende Retrospektive von Sighard Gille im Museum der bildenden Künste Leipzig zu sehen

Das Museum der bildenden Künste Leipzig präsentiert seit dem 30. Oktober 2016 die erste umfassende Retrospektive des malerischen Werkes von Sighard Gille unter dem Namen "ruhelos". Bis zum 22. Januar 2017 werden rund 80 Gemälde von den späten 1960er Jahren bis in die Gegenwart gezeigt, darunter auch das selten vorgestellte Modell für das Deckengemälde "Gesang vom Leben" im Gewandhaus zu Leipzig, welches er zwischen 1980 und 1981 anfertigte. Bei dem 714 Quadratmeter großen Originalwerk handelt es sich um das größte zeitgenössische Deckengemälde Europas. 1982 erhielt Gille für das Deckengemälde den Nationalpreis der DDR III. Klasse.

Die Malerei ist das zentrale Arbeitsgebiet des 1941 in Eilenburg geborenen Künstlers, der bei Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer studiert hat. Ab 1973 war er drei Jahre lang Meisterschüler an der Akademie der Künste in Berlin. Nach seiner Assistenz im Fachbereich Malerei der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig übernahm er einige Zeit später eine Lehrtätigkeit dort und wurde 1989 Leiter einer Malklasse.

Mit seinem außergewöhnlichen Farbauftrag und den üppigen Kompositionen gilt Sighard Gille als Meister des Malerischen. In expressiver Artikulation befragt der Maler die Kunst über ihre Beziehung zum Leben. Über alle Gesellschaftsformen und politischen Konstellationen hinweg bleibt Gilles großes Thema der Mensch und das Menschliche.

Die Ausstellung beginnt mit Sighard Gilles Schaffen in der DDR, als der Leipziger Künstler in der Haltung eines Kommentators mit Empathie und Ironie alltägliche Situationen des Lebens im Sozialismus festhielt. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt jedoch auf seinem Werk nach der deutschen Wiedervereinigung, als er zum Professor an die Hochschule für Grafik und Buchkunst berufen wurde. Hier nahm er auch als Lehrer Anteil an der Entwicklung der gegenwärtigen Leipziger Kunst. Das gesamte Werk dieser Zeit ist geprägt von privaten Themen, Portraits und Alltagsszenen. Auch die künstlerische Reflexion über den gesellschaftlichen Wandel spielt in dieser Phase eine wichtige Rolle. So reagierte Gille 1991 mit der Ausstellung und Installation "Auswildern. Masseuse haben noch Termine frei" in der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auf den Systemwechsel nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland.

Ab 1998 entstanden großformatige Aktdarstellungen. In den letzten Jahren öffnete sich der Künstler zudem einer sensiblen Freilichtmalerei und wandte sich der Landschaft als Reflexionsraum menschlichen Daseins zu.

Künstlergespräche und ein Audioguide, in dem Freunde, Bekannte und Kollegen des Malers zu Wort kommen, begleiten die Retrospektive. Anlässlich der aktuellen Ausstellung erschien beim E. A. Seemann Verlag Leipzig ein repräsentativer Katalog mit dem vollständigen Werkverzeichnis der Malerei Sighard Gilles. Der Band mit 448 Seiten und 1.200 Farbabbildungen ist im Museumsshop Wasmuth für 39 Euro und im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen: www.mdbk.de und www.sighard-gille.de

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