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Kölnische Rundschau: zu Nackt-Scannern

    Köln (ots) - Die ersten Nackt-Scanner hatten die Menschen hierzulande zu Recht alarmiert. Selbst Sicherheitsexperten stellen nicht in Abrede, dass die erste Generation jener Geräte über das Ziel hinaus geschossen war, als sich Bilder auf dem Bildschirm aufbauten, die Persönlichkeitsrechte verletzende anatomische Details der Passagiere zeigten. Entsprechend energisch forderte die Politik die Hersteller auf, die Technologie zu verbessern. Heute geht es um die reine Abbildung von Gegenständen - der Mensch wird nur als Strichmännchen dargestellt - zumindest bei den Scannern, die in der EU getestet werden und möglicherweise demnächst an deutschen Flughäfen zum Einsatz kommen. Welche Technologie international angewendet wird, obliegt bisher aber jedem Land, zuweilen gar einzelnen Flughafenbetreibern. Damit muss Schluss sein. Dringend ist geboten, weltweit möglichst einheitliche Scanner-Methoden und Sicherheitsstandards zu erreichen. Das wird schwierig genug. Bisher hat auf den großen Flughäfen der Welt jeder Passagier sogar die freie Wahl, wie er den Sicherheitscheck über sich ergehen lassen will. So konnte der junge Nigerianer den Sprengstoff ins Flugzeug schmuggeln. Bis überall die gleichen Sicherheitsstandards gelten, werden noch viele Flieger abheben - stets mit der angstvollen Gewissheit, dass Terroristen immer findiger werden. Und hundertprozentige Sicherheit kann auch kein Scanner garantieren.

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