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Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zum Benzinpreis

    Köln (ots) - Konjunkturprogramm

    RALF ARENZ zum Benzinpreis

    Bis zu einem Meter groß sind die Preisschilder an den Tankstellen, dazu gut beleuch tet in der Nacht, auf dass jeder auf den ersten Blick erkennt, was der Sprit kostet. Schließ lich ist der Benzinpreis heute so wichtig wie der Brotpreis in der Antike: Wenn der Preis steigt, dann sinkt die Stim mung.

    Besonders wenig Spaß hat die Fahrt zur Tankstelle im Som mer gemacht. Über 1,50 Euro kostete der Liter Super. Auch das Betanken eines Wagens der unteren Mittelklasse koste te schnell mehr als 80 Euro. Da blieb der Wagen öfter einmal stehen. Wer aber auf das Auto angewiesen war, der musste bei anderen Ausgaben knau sern. Und dies umso mehr als nicht nur das Autofahren teuer war. Teures Rohöl ließ auch die Preise für Strom, Gas und na türlich Heizöl klettern.

    Gut also, dass es endlich eine Entspannung bei den Energie preisen gibt. Jetzt kostet die gleiche Tankfüllung rund 60 Euro und auch Gas wird für vie le zum Jahreswechsel billiger. Das eingesparte Geld können die Bürger jetzt besonders ge brauchen, um sich aufgescho bene Konsumwünsche zu erfül len.

    So kann der niedrige Spritpreis wie ein zusätzliches Konjunk turprogramm wirken. Und das ist derzeit bitter nötig. Rohöl ist nämlich billig, weil die Welt wirtschaft lahmt. Das trifft ein Exportland wie Deutschland besonders hart. Deshalb ist je der Impulse für die Binnenkon junktur gerade jetzt willkom men.

    Und vielleicht fließt sogar ein Teil des zusätzlich verfügbaren Geldes in sparsamere Elektro geräte, Heizungsanlagen oder Autos. Denn klar ist, Rohölprei se knapp über 40 Dollar je 159-Liter-Fass werden kein Dauerzustand sein. Wahr scheinlich werden mit anzie hender Wirtschaft in wenigen Jahren neue Höchststände er reicht.

    Und deshalb dürfen auch die Hersteller von Autos oder Waschmaschinen nicht in ihren Anstrengungen nachlassen, noch energieeffizientere Pro dukte auf den Markt zu brin gen.

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