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Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zu Bush

Köln (ots) - Im Dialog CLAUDIA LEPPING, Berlin, zum Bush-Besuch Angela Merkel hat alles rich tig gemacht. Das deutsch-<> amerikanische Verhältnis ist so bedeutsam, dass es ihr ernst hafter Versuch wert war, den Dialog auch mit dem umstritte nen Regierungschef auszubau en. Seit den massiven Verwer fungen zwischen George W. Bush und ihrem Vorgänger Ger hard Schröder über die Irak-In vasion pflegt sie einen Aus tausch mit dem Präsidenten, in dem sie um Kooperation wirbt, ohne die konkrete sachliche Distanz aufs Spiel zu setzen. Mehr aus Respekt vor dem mächtigsten Amt der Welt als vor dem mächtigsten Mann lud sie Bush zum Abschied nach Meseberg ein. Bush macht es seinen politi schen Gegnern leicht, die ihn schon vor der Landung verbal scharf angingen. Er tritt auf wie die genetische Zusammenfas sung dessen, was außenpoliti sche Isolation, Terrorangst und der Glaube an militärische All macht aus Amerika gemacht haben. Und er wirkt genervt, dass er seine Irak-Strategie ausgerechnet in Deutschland wieder und wieder rechtferti gen muss. Während er gegen über einer englischen Zeitung seine damalige Kriegsrhetorik bedauert, untermauert er in Deutschland, dass der Krieg selbst richtig gewesen sein. Wohin führt das? Bringt der Streit über das Ausmaß von Bushs Schuld irgendje manden weiter? Nein. Merkel tut gut daran, nach vorn zu schauen - und mit Europa und Amerikas neuer Führung einen gemeinsamen Weg aus den Kri sen zu finden. Daran nämlich führt heute kein Weg vorbei. Pressekontakt: Kölnische Rundschau Jost Springensguth print@kr-redaktion.de Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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