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Kölnische Rundschau: Kommentar zu 5 Jahre Irak-Krieg

Köln (ots) - Dilemma F. DIEDERICHS zu fünf Jahren Irak-Krieg Fünf Jahre nach Beginn der Irak-Invasion gehören Schre ckensmeldungen zur Routine. Bombenanschläge, Entführun gen, Feuergefechte bleiben an der Tagesordnung. In der öf fentlichen Wahrnehmung wer den die Vorgänge mittlerweile von anderen Themen überla gert: Wie wird sich die Krise an den Finanzmärkten auswirken? Und wer wird 2009 in Washing ton den Amtseid ablegen und damit von George W. Bush die schwere Erblast übernehmen, den Waffengang zu beenden? Die Frage, ob der Einsatz ge rechtfertigt war, muss man mit einem deutlichen "Nein" beant worten. Der Preis an Toten und Verwundeten bleibt hoch, das Ansehen der USA in weiten Tei len der Welt ist stark beschä digt. Die vermuteten Massen vernichtungswaffen wurden nie gefunden. Auch gibt es keine Indizien für eine Kooperation des gestürzten irakischen Regi mes und El-Kaida-Terroristen. Den jedoch gelang es in den Kriegswirren mühelos, im Irak Fuß zu fassen und neue Kräfte zu rekrutieren. Ethnische Span nungen zwischen den Volks gruppen im Irak sind eskaliert. Der Sturz Saddam Husseins, dessen Verbrechen gut doku mentiert waren, kann diese Ne gativentwicklungen kaum auf wiegen. Ziehen die US-Solda ten ab, droht ein sofortiges Wiederauflodern des Krieges. Und der Iran - der Profiteur des Krieges - wird das Macht vakuum nutzen, um seine Inte ressensphäre auszubauen. Doch welche Kosten sind für die USA erträglicher? Die zu bleiben - oder die zu gehen? Pressekontakt: Kölnische Rundschau Jost Springensguth print@kr-redaktion.de Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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