Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Nahrung für Geist, Gehör und Gaumen: Bundespräsident Rau lädt zur "Woche der Umwelt"

    Berlin (ots) -
    
    Deutsche Spitzenumwelttechnik und -forschung Montag und Dienstag
    am Schloss Bellevue - 160 Aussteller, 10.000 Gäste, 44
    Veranstaltungen
    
    Patzt Petrus? Oder meint er's gut mit Staatsoberhaupt Johannes
Rau? Die kommende Woche wird's zeigen! Die Prognosen der
"Wetterfrösche" sind nicht schlecht. Doch selbst wenn sie
fehlschlügen, ließe der Bundespräsident keinen im Regen stehen.
10.000 Parapluies sind geordert - vorsorglich. Schirme, von
Herstellern produziert und Importeuren eingeführt, die der
Kinderarbeit in der Dritten Welt den Kampf angesagt haben.
Nachhaltigkeit heißt das Zauberwort, das Ökonomie, Ökologie und
Soziales verbindet, um ein zukunftsorientiertes Leben für alle zu
gewährleisten. Nicht nur für den Schutz gegen Regen. Nachhaltigkeit
steht auch im Blick der "Woche der Umwelt", einer Schau deutscher
Spitzen-Umwelttechnik und -forschung, zu der Rau mit Unterstützung
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Montag und Dienstag
erstmalig 160 Aussteller und 10.000 geladene Gäste in den Park des
Schlosses Bellevue in Berlin einlädt. Ob es regnet oder nicht...
    
    Dass "Menschen auf Dauer nur dann in Frieden, Sicherheit und frei
von Armut leben können, wenn Ökologie und Ökonomie Hand in Hand
gehen", hatte Rau noch im vergangenen Herbst bei der Verleihung des
Deutschen Umweltpreises der DBU in Freiburg betont. Dass es schon
heute viele positive Beispiele für ein harmonisches Miteinander von
Umweltschutz und Wirtschaftsstreben gibt, will er Montag und Dienstag
demonstrieren und dabei die globale Bedeutung des Themas
herausstellen.
    
    Die Welt-Umweltkonferenz von Rio 1992 sei ein wichtiger
Meilenstein im internationalen Umweltschutz gewesen, meint Rau. Und
ergänzt mit Blick auf den im Herbst dieses Jahres in Johannesburg
stattfindenden Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung, dass in den
zehn Jahren manches erreicht worden sei. Rau: "Die globalen
Umweltgefahren wie Klimaveränderungen, Bodenerosion und Versteppung,
Mangel an trinkbarem Wasser, abnehmende Vielfalt von Fauna und Flora
sind aber noch lange nicht gebannt. In der öffentlichen Diskussion
hat die Arbeitslosigkeit inzwischen fast alle anderen Themen in den
Hintergrund gedrängt. Umweltschutz ist aber keineswegs zweitrangig."
    
    Ein schweres Thema, das Rau die DBU leicht und locker präsentieren
lässt. Zumindest im Beiprogramm neben den 44 hochkarätig besetzten
Einzelveranstaltungen. So werden am Montag die Dixie Brothers frisch
und dynamisch swingen, La Foot Creole die alten Jazztitel von Bunk
Johnson, George Lewis und Kid Ory wieder zum Leben erwecken und das
ungarische Duo Vaci Utca Sinti-Swing und Czardas zum Besten geben.
Der Dienstag bietet dann mit The Gents Rock'n Roll und Blues, Pique
Dame präsentiert instrumental Evergreens, Tango und Filmmusik,
Saxofonquadrat lässt verschiedene Zeitepochen neu aufleben und Wine &
Roses bietet warmen Dinner-Jazz bei hoffentlich eben solchen
Temperaturen.
    
    Und damit neben Geist und Gehör auch der Gaumen nicht zu kurz
kommt, werden den durstigen und hungrigen Kehlen aus 50 Tonnen
Gläsern, Gabeln und Geschirr jeweils 10.000 Bratwürste und
Nackensteaks, 25.000 Tassen Kaffee, 6.000 Portionen vegetarische
Reispfanne, 3.000 Portionen Kartoffelsuppe, 5.000 Portionen Handobst
- geschnitten und geviertelt - und 10.000 Liter Säfte im Schlosspark
serviert.
    
    Die Gäste können also kommen. Ob Petrus patzt oder nicht. Das
übrigens auch ökologisch korrekt: mit Bussen und Taxen -
erdgasbetrieben, Velotaxen - muskelbetrieben und Booten -
sonnenbetrieben. So sie denn scheint...
    
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