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Bundesagentur für Arbeit (BA)

Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im April 2007

Nürnberg (ots)

"Der konjunkturelle Aufschwung belebt den
Arbeitsmarkt weiterhin kräftig: die Arbeitslosigkeit ist gesunken und
liegt unter 4 Millionen, das Beschäftigungswachstum setzt sich fort 
und die Zahl der offenen Stellen ist nochmals gestiegen", erklärte 
der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. 
Weise.
Arbeitslosenzahl im April: -141.000 auf 3.967.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -824.000
Arbeitslosenquote im April: -0,3 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent
Die Arbeitslosigkeit hat im April im Zuge der Frühjahrsbelebung um
141.000 auf 3.967.000 abgenommen (West:  93.000 auf 2.605.000; Ost: 
-49.000 auf 1.362.000). Der Rückgang war schwächer als im 
Durchschnitt der letzten Jahre. Das ist aber auch darin begründet, 
dass in diesem Jahr weniger Winterarbeitslosigkeit abzubauen war. 
Saisonbereinigt verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 9.000. Dies 
ist zwar weniger als in den Monaten zuvor, aber auch hierbei spielt 
der milde Winter eine Rolle. Dieser überzeichnet die Rückgänge in den
Winter- und unterzeichnet sie in den Frühjahrsmonaten. Im 
Durchschnitt der Winter- und Frühjahrsmonate errechnen sich seit 
November 2006 beachtliche monatliche Abnahmen von 77.000.
Gegenüber dem Vorjahr wurden im April 824.000 Arbeitslose weniger 
gezählt. Die günstige Entwicklung erklärt sich vor allem mit dem 
konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger 
Beschäftigung. Daneben haben aber auch weitere Faktoren eine Rolle 
gespielt: ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot sowie die 
professionellere Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften zur Betreuung 
der Arbeitslosengeld II-Bezieher.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der 
Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt um 
52.000 gestiegen. Nach hochgerechneten Daten der BA, die bis Februar 
reichen, hat auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 
saisonbereinigt um 56.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die 
Erwerbstätigkeit von Februar auf März um 143.000 auf 39,11 Millionen 
gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 
601.000 zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im 
Februar nach der Hochrechnung der BA bei 26,47 Millionen. Gegenüber 
dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um 650.000. Dabei entfallen deutlich 
mehr als die Hälfte des Anstiegs auf Vollzeitstellen. Außerdem gab es
einen Anstieg bei den Selbständigen.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt 
ermittelte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den März 
auf 3,03 Millionen, die Erwerbslosenquote auf 7,2 Prozent.
Das Stellenangebot lag im April weiter deutlich über dem 
Vorjahreswert, saisonbereinigt hat es gegenüber Februar allerdings um
11.000 abgenommen. Betrachtet man allerdings nur Stellen für 
ungeförderte "normale" sozialversicherungspflichtige 
Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung 
widerspiegeln, errechnet sich keine Veränderung. Nicht 
saisonbereinigt gab es im April insgesamt 651.000 Stellen, von denen 
90 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahr hat 
ihre Zahl um 105.000 zugenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 
61 Prozent oder 400.000 ungeförderte Stellen für "normale" 
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, das waren 
127.000 mehr als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch 
zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten 
Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. 
Zusammen waren das im März 923.000. Stellen, 178.000 mehr als vor 
einem Jahr. Nach Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für 
Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen 
Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln - teilweise 
aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber.
Nach den Daten der BA gab es im laufenden Berufsberatungsjahr 
bisher weniger gemeldete Bewerber und zugleich auch weniger gemeldete
Ausbildungsplätze: Von Oktober 2006 bis April 2007 haben sich 552.300
Jugendliche als Bewerber für Ausbildungsstellen registrieren lassen, 
41.800 weniger als vor einem Jahr. Zugleich sind den Agenturen für 
Arbeit 342.000 Ausbildungsplätze gemeldet worden, 3.000 weniger als 
im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang beruht allein auf weniger 
betrieblichen Stellen
(-10.300 auf 324.100). Dies kann allerdings darauf zurückzuführen 
sein, dass Ausbildungsbetriebe Jugendliche aus 
Einstiegsqualifizierungen in reguläre Ausbildung übernehmen und 
deshalb keine Ausbildungsplätze melden. Die Zunahme der Zahl der 
Ausbildungsplätze für außerbetriebliche Ausbildungen geht auf die 
Zusage der BA zurück, im Rahmen des Ausbildungspaktes zusätzliche 
Lehrstellen für Jugendliche mit Migrationshintergrund einzurichten.
Für eine fundierte Bewertung der Lage am Ausbildungsmarkt ist es 
noch zu früh. Es bleibt beispielsweise abzuwarten, ob die Rückgänge 
bei Bewerbern und Ausbildungsstellen auf ein geändertes 
Meldeverhalten zurückzuführen sind.
Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: 
http://statistik.arbeitsagentur.de
Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit 
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Pressekontakt:

Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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