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ARD-DeutschlandTrend Juli 2015: Zwei Drittel der Deutschen machen griechische Regierung für die Eskalation der Griechenland-Krise verantwortlich

Köln (ots) -

   Die Verhandlungen zwischen Griechenland und den übrigen Staaten 
der Euro-Zone sind gescheitert. 68 Prozent der Deutschen sehen die 
Hauptverantwortung für die Eskalation der Griechenland-Krise bei der 
griechischen Regierung. 4 Prozent machen die anderen Euro-Länder 
dafür verantwortlich. 24 Prozent sehen die Verantwortung bei beiden 
gleichermaßen. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends von 
Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben.

Das Referendum in Griechenland findet relativ großen Zuspruch. 60 
Prozent der Deutschen finden es richtig, das griechische Volk am 
nächsten Sonntag in einem Referendum darüber abstimmen zu lassen, wie
sich Griechenland im Schuldenstreit künftig verhalten soll. 

Bei der Frage, ob Griechenland in der Eurozone verbleiben soll, sind 
die Deutschen gespalten. 45 Prozent sind dafür, das Land in der 
Eurozone zu halten. Ebenso viele (45 Prozent) lehnen einen Verbleib 
Griechenlands in der Eurozone hingegen ab. 60 Prozent der Befragten 
glauben, dass ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone weniger 
dramatisch sei als vor drei oder vier Jahren.

Die Sorge um die griechische Bevölkerung bei einem möglichen 
Staatsbankrott Griechenlands ist klar größer als die Befürchtungen um
politische oder wirtschaftliche Folgen für Europa und Deutschland. 69
Prozent der Deutschen machen sich in Folge eines möglichen 
griechischen Staatsbankrotts große oder sehr große Sorgen um die 
Situation der Menschen in Griechenland, 31 Prozent machen sich Sorgen
um den Zusammenhalt der EU. 24 Prozent machen sich große oder sehr 
große Sorgen um die deutsche Wirtschaft, 19 Prozent machen sich große
bzw. sehr große Sorgen um ihre persönlichen Ersparnisse.

Quellenangabe: ARD-DeutschlandTrend 

Befragungsdaten
-	Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland
        ab 18 Jahren
-	Fallzahl: 1.001 Befragte, 
-	Erhebungszeitraum: 29.6.2015 bis 30.6.2015
-	Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews
       (CATI)
-	Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
-	Fehlertoleranz: 	1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
        * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert 
          von 50%

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