ARD Das Erste

Das Erste: "ttt - titel thesen temperamente" (BR) am Sonntag, 11. Januar 2015, um 23.00 Uhr

München (ots) - Geplante Themen:

Der Anschlag von Paris
Mit Maschinenpistolen bewaffnet, stürmen am Mittwoch dieser Woche 
islamistische Terroristen die Redaktion der Satirezeitschrift 
"Charlie Hebdo" und töten zwölf Menschen. Drei Zeichner, der 
Chefredakteur und der Herausgeber von "Charlie Hebdo" sind unter den 
Toten. Dieser unglaubliche Akt der Barbarei hat weltweite Empörung 
ausgelöst. Es ist ein Anschlag nicht nur auf die Meinungs- und 
Pressefreiheit, sondern auf die Freiheit und die Werte von uns allen.
"ttt" fragt, was das Massaker im Herzen von Paris für den Westen 
bedeutet und wie wir damit umgehen können. 

Counter Narratives - Geschichten gegen den Terror
Wie kann es sein, dass der IS den Westen auf seinem ureigenen Terrain
schlägt: bei der Produktion von Werbefilmen zum Helden- und 
Märtyrerkult. Die EU und die USA produzieren mittlerweile Filme, die 
gegen die Propaganda-Videos des IS eingesetzt werden sollen. Aber 
warum ist die westliche Gegenpropaganda so lahm? Obwohl das Internet 
voll ist mit interessanten, auch humorvollen Gegengeschichten, 
allerdings produziert von einzelnen Machern und nicht von den 
staatlichen Stellen des Westens. "ttt" hat unter anderem einen 
Ex-Islamisten in London besucht, der von der EU finanzierte 
Gegenpropaganda machen soll. Auch das irakische und lybische 
Fernsehen bringen mittlerweile Geschichten gegen den islamistischen 
Terror. Wie sie aussehen und was diese erreichen könnten, auch danach
fragt "ttt".

Kamikaze-Sisters
So werden die Schwestern Nancy und Maya Yamout genannt. Die beiden 
libanesischen Studentinnen haben zwei Jahre lang 20 gefangene 
Jihadisten im berüchtigten Block B des Roumieh-Gefängnisses von 
Beirut besucht, um für eine Studie Profile der Jhihadis zu erstellen.
Wie ticken Menschen, die sich islamistischen Terrormilizen 
anschließen. Das wollten Maya und Nancy Yamout herausfinden. Zunächst
drohte ihr Projekt zu scheitern, denn einige radikale Islamisten 
wollten nicht, dass Frauen sie befragen. Die Schwestern wurden 
bedroht und eingeschüchtert. Schließlich ist es den Yamout-Schwestern
gelungen, an einige der Gefangenen heranzukommen. Ihre Masterarbeit 
zeichnet Psychogramme von Dschihadisten, die Schwestern erzählen von 
Armut, Perspektivlosigkeit, religiöser Gehirnwäsche. Und von einigen 
Aspekten, die bei nahezu allen einsitzenden Terroristen identisch 
sind ... 

Die Streif
Ein erstklassiger Dokumentarfilm über die wohl brutalste 
Skirennstrecke der Welt - die Streif in Kitzbühel hat so viele 
menschliche Dramen produziert, wie keine andere Abfahrt. In Kitzbühel
ist schon so viel passiert, dass jeder, der dort am Start ist, 
richtig Respekt davor hat. Die Streif herunter zu rasen, ist wie ein 
Ritt auf der Rasierklinge, der kleinste Fehler wird sofort bestraft. 
Wer nicht zu hundert Prozent fit ist, sei es im Kopf oder rein 
körperlich, der sollte auf keinen Fall fahren. Der Dokumentarfilm 
erspart dem Zuschauer auch nicht die erschütternden Schicksale von 
schwer Gestürzten und ihren langem Leidensweg. ttt hat über Gefahren,
Mut und Glücksgefühle u. a. mit dem viermaligen Streif-Sieger Franz 
Klammer gesprochen.

Kraftwerk
Acht legendäre Alben, acht Konzerte, an acht aufeinander folgenden 
Abenden. Sie sind die wahrscheinlich einflussreichste Band der 
Musikgeschichte, sie haben in sämtlichen Facetten der modernen Musik 
von Pop bis Hip-Hop ihre Spuren hinterlassen. Anlässlich des 
40-jährigen Jubiläums ihres Albums "Autobahn" spielten Kraftwerk in 
dieser Woche "Autobahn" und die sieben folgenden Alben in der Neuen 
Nationalgalerie Berlin. Die Konzerte waren innerhalb von Minuten 
ausverkauft. Der Direktor der Neuen Nationalgalerie, Udo Kittelmann, 
sagt: "Kraftwerk haben die Grenzen zwischen Musik, Kunst und Theater 
aufgehoben." "ttt" hat u. a. mit Westbam, einem Techno-DJ der ersten 
Stunde, über Kraftwerk und ihren Einfluss auf die Musikgeschichte 
gesprochen.   

Moderation: Max Moor

Redaktion: Sylvia Griss, Franz Xaver Karl

Pressekontakt:

Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste, 
Tel: 089/5900 23876,
E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de
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