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ARD-DeutschlandTrend März 2014: Mehrheit sieht EU und die Bundesregierung beim Ukraine-Konflikt in der Pflicht

Köln (ots) -

Verwendung nur mit Quellenangabe "ARD-DeutschlandTrend"

Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine halten 72 Prozent der 
Deutschen wirtschaftliche und finanzielle Hilfen für die Ukraine für 
eine richtige Maßnahme in der gegenwärtigen Situation. 62 Prozent 
halten politischen Druck seitens der USA und der EU auf Russland für 
sinnvoll. Wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland werden von 38 
Prozent der Deutschen befürwortet. Deutlich kritischer wird der 
Ausschluss Russlands aus der Gruppe der G8-Staaten gesehen: Diesen 
halten 19 Prozent für eine richtige Maßnahme. Nur 12 Prozent 
befürworten die militärische Unterstützung der Ukraine, 7 Prozent den
Abbruch aller politischen Beziehungen zu Russland. 

Die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) sieht die Europäische Union 
und die deutsche Bundesregierung in der Pflicht und sagt, dass sie 
die Ukraine in der Auseinandersetzung mit Russland grundsätzlich 
unterstützen sollen. 37 Prozent finden, dass die EU und die 
Bundesregierung sich nicht einmischen und die beiden Länder die 
Auseinandersetzung alleine austragen lassen sollen. Knapp zwei 
Drittel (65 Prozent) sind überzeugt, dass sich der Konflikt zwischen 
Russland und der Ukraine friedlich, ohne Waffengewalt lösen lässt. 
Knapp ein Drittel (31 Prozent) der Befragten glaubt, dass es zu einer
bewaffneten Auseinandersetzung kommen wird. 
Der Konflikt in der Ukraine wirkt sich auch auf Stimmung der 
Deutschen gegenüber Russland aus. Nur noch 15 Prozent (-3 im 
Vergleich zum Vormonat) halten Russland für einen vertrauenswürdigen 
Partner. Das ist der tiefste Wert, der bisher im ARD-DeutschlandTrend
gemessen wurde.

Befragungsdaten
Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 
Jahren
Fallzahl: 1.003 Befragte
Erhebungszeitraum: 4.3.2014 bis 5.3.2014
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50% 

Pressekontakt:

Annette Metzinger
WDR Presse und Information
Telefon 0221 220 7100
annette.metzinger@wdr.de
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