DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

DEG-Workshop "Gesundheitssektor im Südlichen Afrika" im Rahmen des Afrika Wirtschaftsforums 2000 in Berlin

    Köln (ots) -
    
    Starker privater Sektor leistet wichtigen Beitrag zur Überwindung
staatlicher Defizite im Gesundheitssektor
    
    Interessante Chancen auch für deutsche Unternehmen
    
    Die Gesundheitsversorgung in den Ländern des Südlichen Afrikas
steht vor großen Herausforderungen. Die Nachfrage nach verbesserter
Gesundheitsversorgung steigt. AIDS und Malaria-Gefahren erhöhen
zusätzlich den Druck auf die staatlichen Institutionen des
Gesundheitswesens, die unter ineffizienter Verwaltung und
Kapitalmangel leiden. Das Problem der Gesundheitsversorgung im
Südlichen Afrika war daher auch ein zentrales Thema der
Frühjahrstagung der Weltbank in Washington vor wenigen Tagen.
    
    Im Mittelpunkt des von der DEG in Berlin organisierten Work-shops
stand der Beitrag privater Unternehmen zu einer qualifizierten und
effizienten Gesundheitsversorgung. Die Regierungen des Südlichen
Afrikas messen privatem Engagement im Gesundheitssektor als Ergänzung
zum staatlichen Gesundheitswesen eine immer größere Bedeutung bei und
sind bereit, den Gesundheitssektor für den Markt zu öffnen. Aleke
Banda, Gesundheitsminister von Malawi, und Dr. Helena Ndume,
Staatssekretärin aus Namibia, schilderten die gegenwärtige Situation
des Gesundheitssektors in ihren Ländern sowie die geplanten Reformen
im Hinblick auf die stärkere Kooperation mit privaten
Gesundheitsdienstleistern.
    
    Das Beispiel des auf den Gesundheitssektor spezialisierten Venture
Capital Fonds Praxis Capital zeigt, dass private Gesundheitsvorsorge
auch ärmeren Bevölkerungsschichten zugute kommt. So unterstützt der
Fonds die Krankenhauskette Prime Cure, welche durch kosteneffizientes
Management und  Nutzung eines computergestützten Patienten- und
Behandlungssystems die medizinische Grundversorgung insbesondere in
ärmeren Wohngebieten wie im Township Soweto ermöglicht.
    
    Nach ersten positiven Erfahrungen mit dem Latin Healthcare Fund in
Lateinamerika beteiligte sich die DEG 1998 am Fonds Praxis Capital,
der nicht nur Krankenhäuser, sondern auch ambulante Zentren,
Reha-Kliniken, Labore, Diagnostik-Zentren, Apotheken und
Versicherungssysteme mit Risikokapital finanziert.
    
    Auch für deutsche Unternehmen bietet die wachsende Nachfrage nach
privaten Gesundheitsdienstleistungen neue Markteintritts- oder
Expansionsmöglichkeiten im Südlichen Afrika. Ein erfahrener lokaler
Partner ist oft entscheidend für den Erfolg. Ein Beispiel hierfür ist
der geplante Markteintritt ins Südliche Afrika der hospitalia
international GmbH über ein Joint Venture mit einem südafrikanischen
Krankenhausbetreiber. Neben der privaten medizinischen Versorgung
bieten sich für deutsche Unternehmen interessante Möglichkeiten im
Bereich der Herstellung pharmazeutischer Produkte und der
Informationstechnologie.
    
    Unterstützung für deutsche Unternehmen bei
investitionsvorbereitenden und -begleitenden Maßnahmen, die eine
nachhaltige entwicklungspolitische Wirkung erzielen, bietet das
Programm "Entwicklungspartnerschaften mit der deutschen Wirtschaft"
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und
Zusammenarbeit. Im Rahmen dieses Programmes förderte die DEG u.a.
eine Feasibility-Studie der Condomi AG, die in Kenia eine
Joint-Venture-Produktion von Kondomen und darüber hinaus die
Einrichtung von Ladenlokalen mit angegliederten Informationszentren
für Gesundheitsvorsorge und Verhütungsfragen plant.
    
    Schwieriger Zugang zu adäquater Finanzierung hemmt jedoch das
Engagement privater Unternehmer im Gesundheitssektor. Die DEG
engagiert sich daher verstärkt in diesem Bereich. Aus verschiedenen
afrikanischen Ländern liegen ihr Anfragen und Projektansätze vor,
z.B. Mitfinanzierung privater Krankenhäuser, die mit internationalen,
u.a. deutschen Krankenhäusern kooperieren. Innovative Leasingmodelle
bieten neue Chancen, kostspielige medizinische Geräte strukturiert zu
finanzieren.
    
ots Originaltext: DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Ihr DEG-Ansprechpartner:
Hubertus Graf von Plettenberg
Telefon: (02 21) 49 86-1 41
Telefax: (02 21) 49 86-2 92
eMail: pb@deginvest.de

Original-Content von: DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

Das könnte Sie auch interessieren: