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RNZ: Putin sieht keine roten Linien

Heidelberg (ots) - Angesichts der recht stümperhaften Diplomatie von EU und USA hat sich auch in Deutschland eine Sichtweise entwickelt, die dem gekränkten russischen Wesen viel Verständnis entgegenbringt. Da ist auch etwas dran. Vielleicht hätte der Westen ein paar Mal weniger betonen sollen, dass nach dem Mauerfall die USA die einzig verbliebene Supermacht sind. Vielleicht war es schlicht keine gute Idee, die Ukraine halbherzig zu locken. Doch diese Einsicht kann ja wohl nicht dazu führen, Putins Völkerrechtsbruch zu legitimieren. Denn der Retter Russlands sieht in diesen Tagen keine rote Linie mehr. Auch wenn Bumerangeffekte nicht ausbleiben werden: Wirtschaftliche Sanktionen sind das Gebot der Stunde. Lässt der Westen Putin gewähren, wird sich Russland weitere Landstriche einverleiben.

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