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RNZ: Ineffektiv - Kommentar zu den Hilfen für Kinder

    Heidelberg (ots) - Von Christian Altmeier Es erscheint auf den ersten Blick paradox: Weil Deutschland die staatlichen Hilfen für Kinder möglichst gerecht verteilen will, ist das Ergebnis deutlich ungerechter als in vielen anderen Staaten. Dabei gibt Deutschland vergleichsweise viel Geld für die Unterstützung von Kindern aus. Die Mittel werden aber nach dem Gießkannenprinzip auf fast 150 verschiedene Töpfe - vom Ehegattensplitting bis zum Ausbau der Ganztagsbetreuung - verteilt. Zudem profitieren von Direktzahlungen wie dem Kindergeld begüterte Eltern in gleichem Maße wie Bedürftige. Dies aber widerspricht dem eigentlichen Sinn staatlicher Hilfen, nämlich für eine Chancengleichheit aller Kinder zu sorgen. Die Zahlen belegen überdies, was kaum ein Politiker laut auszusprechen wagt: Das Geld, das an die Eltern gezahlt wird, kommt nicht in allen Fällen auch den Kindern zugute. Sinnvoller erscheinen daher Investitionen in Bildungs- und Betreuungsangebote, wie sie in den letzten Jahren bereits verstärkt erfolgt sind. Freilich verfolgt die Regierung damit ein anderes Ziel, nämlich die Steigerung der Geburtenrate. Zwar erweist sich bislang auch das als ineffektiv. Aber vielleicht tragen die Maßnahmen stattdessen zur Verbesserung der Chancengleichheit bei. Familienministerin von der Leyen könnte es so oder so recht sein.

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