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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Wahlkampf

    Heidelberg (ots) - Es passiert auf den letzten Metern. In den letzten ein, zwei Wochen vor der Wahl: Entweder gibt es dann einen Mobilisierungsschub, der auch Wahlfaule an die Urnen treibt - Voraussetzung dafür wäre allerdings eine stärkere Zuspitzung des Wahlkampfes. Oder das Ergebnis folgt dem Trend der Umfragen, der Schwarz-Gelb präferiert. Aber was kann passieren, um mehr Spannung auf die Leitung zu bringen? Das Hickhack um Schmidts Dienstreisen oder Guttenbergs externe Beratungshilfe ändert nichts. Programmatisch ist Steinmeier mit seinem Konzept zu ausufernd und auch zu vage, um einen inhaltlichen Gegensatz zur Kanzlerin konstruieren zu können. In der persönlichen Gegenüberstellung hat er gegen Merkel keine Chance. Aber fast jeder Wahlkampf kennt einen Kipp-Punkt, wo das scheinbar Unabänderliche, das auch von den Medien in den Boden der vorgefassten Urteile geklopft wird, sich lockert. Die marginalen Veränderungen in den neuesten Umfragen sind das noch nicht. Doch bei den Landtagswahlen in anderthalb Wochen könnte sich etwas bewegen, falls die CDU in Saarbrücken und Thüringen zwei Ministerpräsidenten verliert. Dann fängt der Wahlkampf richtig an. Dann hätte aber auch die SPD das leidige Thema rot-roter Bündnisse wieder an der Backe.

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