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RNZ: Rhein-Neckar-zeitung, Heidelberg, zu: Konjunkturprogramm

    Heidelberg (ots) - Prognosen sind bekanntlich mit das Schwierigste, weil sie die Zukunft betreffen. Ist es nun ein gutes oder nur wieder ein schlechtes Zeichen, wenn führende Wirtschaftsforscher auf die Analyse des konjunkturellen Kaffeesatzes ganz verzichten? Noch schlechter als eine miese Vorhersage ist in diesen Zeiten gar keine. Denn sie lässt nur einen Schluss zu: Auch den Experten ist das Herz in die Hose gerutscht. Das Jahr der schlechten Nachrichten ist noch nicht vorbei. Aber angesichts der bereits beschlossenen Konjunkturpakete I und II, die ihre Wirkung - von der Abwrackprämie abgesehen - noch gar nicht entfalten können, wäre etwas mehr Zuversicht für die zweite Jahreshälfte zumindest nicht verkehrt. Sie wäre jedenfalls besser als eine vom Wahlkampf getriebene Debatte um die nächste Milliardenspritze. Zwar lässt sich Finanzminister Steinbrück nur leise  knurrend zu den Risiken einer bevorstehenden Inflation vernehmen. Aber  anstatt immer nur auf Kosten der Steuerzahler nachzulegen, könnten sich die   Koalitionspolitiker auch mal darin üben, den Bürgern zu erklären, dass viel nicht zwingend viel hilft, sondern das Richtige. Und das wurde bis jetzt in immerhin beschlossen.

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