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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Geburtenrückgang

    Heidelberg (ots) - Vor einem  Jahr, nach ein paar kinderreicheren Monaten,  hat sich Ursula von der Leyen am Ziel gesehen: Die Geburtenrate lässt  sich mit einer Familienpolitik der spendablen Hand in die Höhe treiben. Nicht dass die Milliarden falsch angelegt gewesen wären.  Familien mit Kindern gehören zu den sozialen Verlierern der Gesellschaft. Aber die Vorstellung, dass die Politik   jungen  Eltern die Bereitschaft zum Kind gewissermaßen abkaufen kann, bleibt eine Illusion. Die monatlichen Geburtenzahlen schwanken wie die Daten der Nürnberger Bundesanstalt. Es fehlt generell an jungen Frauen im gebärfähigen Alter. Die Verschiebung der Kinderphase ins höhere Alter verfälscht zudem die Statistik. Das Erziehungsgeld hat nichts an den kinderphobischen Rahmenbedingungen einer saturierten, zudem stark überalterten  Gesellschaft geändert. Die bessere Vereinbarkeit von Kind und Beruf kommt nur langsam voran. Und   wirtschaftliche Krisenangst ist nicht gerade eine Ermunterung zum Kind. Da sind noch viele Schrauben neu zu justieren, bis wir eine kinderfreundliche Gesellschaft haben, die nicht aus Angst vor dem sozialen Abstieg demographischen Selbstmord begeht. Denn darauf läuft es hinaus.

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