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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur SPD

    Bielefeld (ots) - Vorweg: Die SPD hat keine Alternative zur großen Koalition im Bund und zu Kurt Beck an der Spitze. Dennoch: Die jüngste Umfrage unter 1000 Genossen zeichnet ein erschütterndes Bild der inneren Verfassung einer Traditionspartei, ohne die es diese Republik so nicht gäbe. Fast alle liebäugeln mit der Opposition, niemand will die Rente mit 67, an einen Sieg 2009 oder eher glauben nur noch die treuesten der Treuen. Katastrophal: Franz Müntefering und die gesamte Führungsriege kreisen einsam auf fernen Umlaufbahnen, der Kontakt zur Bodenstation scheint abgerissen. Ob Bundesparteitage der oberen Fünfhundert, raffinierte Dialogforen oder die jüngste Programmdebatte: Ganz unten ist der Frust ganz groß. Keine Häme: Die Union weiß nicht, zu welchem Ergebnis ein ähnliche Untersuchung in ihren Reihen käme. Selbst weniger spektakuläre Werte dürften zumindest eine ähnliche Tendenz aufzeigen. Deshalb: Die Krise der Volksparteien hält an. Selbst die schönen Erfolge des Bündnisses bringen die Parteien nicht von selbst in stabile Bahnen. Insbesondere die SPD wünscht offenbar nichts sehnlicher als eine Schubumkehr zum Raumflug zurück zu den alten Visionen.

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