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Westfalen-Blatt: zum Schutz vor Übernahmen

Bielefeld (ots) - Seit Jahrzehnten klagt die deutsche Wirtschaft über chinesische Betriebsspionage und billige Plagiate, die ihr Geschäft trüben. Längst greift der chinesische Krake nicht nur nach Patenten, sondern nach ganzen Unternehmen, um Technologie-Weltmarktführer zu werden. Dass die Bundesregierung Übernahmen deutscher Firmen erschwert, ist nur folgerichtig. Mit Protektionismus á la Trump hat das nichts zu tun. Während der amerikanische Präsident (»America first!«) gegen Freihandel wettert und US-Firmen notfalls durch höhere Einfuhrzölle für Produkte ausländischer Konkurrenten Vorteile verschaffen will, strebt die Bundesregierung lediglich faire Bedingungen an. Umso unverständlicher ist die Kritik des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) am Wirtschaftsministerium. Dessen Außenwirtschaftsrecht behindere ausländische Investoren, heißt es. Sich über Spionage und wachsende Einmischung ins Geschäft in China zu beklagen und gleichzeitig ein besseres Vetorecht gegen Übernahmen in Deutschland zu kritisieren, passt nicht zusammen. Für die Sicherheit und den Standort Deutschland wichtige Produkte müssen auch hier bleiben.

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