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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Edeka und Kaiser's

Bielefeld (ots) - Tante Emma ging zuerst. Viele größere Namen sind gefolgt. So zum Beispiel Otto Mess, der Deutsche Supermarkt, Plus, Heinrich Hill, Grosso, Extra, Magnet, Minimal und Schlecker, Co op (bis auf wenige Landstriche) und zuletzt in OWL der Minipreis. Sie alle sind aus dem Straßenbild verschwunden. Ob bei Jibi und Kaiser's nach der Übernahme wenigstens die Namen bleiben werden, ist abzuwarten. Bei anderen Supermärkten steht noch der alte Name, doch drinnen hat sich ebenfalls einer der großen Handelskonzerne breit gemacht, so etwa Edeka bei Marktkauf, Comet, Netto und Spar, die Schwarz-Gruppe außer Lidl auch bei Kaufland, dann Metro bei Real und Kaufhof, Rewe bei Nahkauf und Penny. Der Verbraucher bedauert den Verlust an Vielfalt. Für die Hersteller aber bedeutet die Konzentration, dass sie praktisch jedes Angebot akzeptieren müssen und kaum noch über Preise oder Lieferbedingungen verhandlen können. Die vier größten Handelskonzerne kohntrollieren 85 Prozent des Lebensmittelhandels. Wenn das Kartellamt seine Aufgabe ernst nimmt, muss es seine eigenen Stoppschilder endlich ernstnehmen.

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