Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westfalen-Blatt mehr verpassen.

Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: zu Nebeneinkünften von Politikern

Bielefeld (ots)

Zugegeben, nicht jeder wird einen Betrag von 536 Euro monatlich sofort als Bagatellegrenze akzeptieren. Dennoch haben die nordrhein-westfälischen Parlamentarier mit den neuen Vorschriften zur Veröffentlichung ihrer Nebeneinkünfte einen großen Schritt zum gläsernen Abgeordneten unternommen. Manche Kritiker würden Politikern am liebsten jede Nebentätigkeit verbieten. Das wäre falsch. Volksvertreter sollen Kontakt zum realen Wirtschaftsleben halten. Auch sind sie nur auf Zeit gewählt. Zu verbieten, dass sie Beruf und Kontakte pflegen, wäre höchst unfair. Andererseits hat der Wähler ein Recht, zu erfahren, wo und wie viel sein Abgeordneter zusätzlich verdient. Das hat nichts mit Neid zu tun. Solche Tätigkeiten können zu Abhängigkeiten führen. Wenn Lobbyisten selbst dem Parlament angehören, muss das bekannt sein. Wichtig ist nicht zuletzt auch die Höhe der Nebeneinkünfte. Bei einer Million Euro, die im Bundestag der Rechtsanwalt und CSU-Politiker Peter Gauweiler für Nebenjobs kassiert, stellt sich doch irgendwann die Frage, wie viel Zeit er noch für den Hauptberuf erübrigen kann.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westfalen-Blatt
Weitere Storys: Westfalen-Blatt
  • 01.10.2014 – 21:00

    Westfalen-Blatt: zur erneuten Portoerhöhung

    Bielefeld (ots) - Die Deutsche Post nervt. Zum dritten Mal in Folge wird sie jeweils zu Beginn eines Jahres das Briefporto erhöhen. In kleinen Cent-Schritten geht es aufwärts. 58 Cent, 60 Cent und ab Januar 2015 bereits 62 Cent. Die Preissteigerung dürfte vor allem Geschäftsleute treffen. Der private Briefeschreiber, den es auch im Zeitalter von E-Mails noch gibt, dürfte sich weniger am absoluten Preis stören, ...

  • 30.09.2014 – 21:00

    Westfalen-Blatt: zur Zuwanderung nach Europa

    Bielefeld (ots) - Die Flüchtlings-Tragödie im Mittelmeer ist ein Armutszeugnis für die EU. Auch wenn sich die Gemeinschaft auf Spielregeln verständigt hat, muss alles getan werden, um die Menschen nicht dem nassen Tod preiszugeben. Genau das geschieht, indem man der italienischen Marine die Hauptlast aufbürdet, während sich andere Staaten zurückhalten. Das Dublin-II-Abkommen regelt diese Verantwortlichkeiten. Es ...

  • 30.09.2014 – 21:00

    Westfalen-Blatt: zu IS und die Türkei

    Bielefeld (ots) - Ein Eingreifen der Türkei in den Kampf gegen die IS-Extremisten könnte US-Präsident Obama aus der Verlegenheit helfen. Dessen bisherige Strategie basiert auf Wunschdenken, das Befürworter wie Gegner einer militärischen Intervention gleichermaßen nicht überzeugt. Aus der Luft allein lassen sich die Gotteskrieger des sogenannten »Islamischen Staats« (IS) nicht ausschalten. Dafür werden ...