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Rheinische Post: Kommentar
Migration erfordert Management = Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - Nordrhein-Westfalen kann als Lebensmittelpunkt nicht so schlecht sein, wenn jeder fünfte Zuwanderer NRW als Zielregion auserwählt - so sieht es auf den ersten Blick aus. Ein zweiter Blick nur auf die Binnenwanderung vermittelt aber noch ein anderes Bild: Viele qualifizierte Rheinländer verlassen ihre Heimat, weil sie in Bayern, Baden-Württemberg oder Berlin bessere und interessantere Job-Möglichkeiten haben. In vielen Studien rangiert NRW als Wirtschaftsstandort nur im schlechteren Mittelfeld. Die Heterogenität des Landes und seine hohe Bevölkerungszahl stellen die Politik vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es für NRW, mehr innovative Unternehmen anzulocken und neue Wachstums-Cluster zu bilden. Es darf nicht sein, dass am Ende die Guten gehen und die weniger Guten im Land bleiben. Die derzeit sehr hohe Zuwandererzahl aus dem Ausland muss dabei nicht nur Last sein, sie kann auch zum nicht zu unterschätzenden Vorteil werden. Denn bald wird der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften der Engpass schlechthin für prosperierende Regionen sein. Deshalb gilt es gerade für die Behörden in NRW, die Migranten nicht einfach zu verwalten, sondern sie zu qualifizieren und zu vermitteln.

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