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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur geplanten Versteigerung von Warhol-Werken

Bielefeld (ots) - Westspiel will zwei Warhols versteigern. Dürfen die das? Gehört der Spielbankbetreiber nicht der NRW-Bank, also dem Land? Muss Düsseldorf nicht einschreiten? Sollte so sein. Muss aber nicht. Denn erstens ist Rot-Grün noch nirgendwo als Kunstmäzen in Erscheinung getreten. Zweitens ist Westspiel eine eigenständige Firma, nur eine mit Auflagen: Spielbanken dürfen keine Gewinne machen. Wenn doch, sind sie ans Land abzuführen. Die Westspiel hat in den vergangenen fünf Jahren 250 Millionen Euro abgeliefert - kein Wunder also, dass Düsseldorf nichts gegen die Versteigerung einwendet. Für die Westspiel waren die beiden Warhols laut Eigenaussage »Deko«. Jetzt wird entrümpelt. Kunstsinn? Wann wäre ein Ökonom je gefühlsduselig geworden? Der Ökonom muss mit Geld umgehen können. Wenn ferner am Ende der Verwurstungskette einer steht, der, wie Rot-Grün, die Hand aufhält, aber zu häufig gutes ökonomisches Handeln vermissen ließ, dann haben sich die Richtigen gefunden. Und der (Bildungs-)Bürger guckt in die Röhre. Wie so oft, wenn Geld gegen Ideelles aufgewogen wird.

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