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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum EU-Gipfel in Brüssel

Bielefeld (ots) - Wladimir Putin kann bisher zufrieden sein. Bis auf ein paar lästige Sanktionen des Westens war er in der Lage, seine Pläne in der Ukraine ungehindert durchzuziehen. Ob sich das an diesem Wochenende wirklich ändert, darf man mit Recht bezweifeln. Die europäischen Staats- und Regierungschefs stehen mit dem Rücken zur Wand. Eigentlich hätten sie ihre Ankündigung von verschärften Strafen für Moskau längst wahrmachen müssen. Andererseits wissen sie, dass ein solcher Beschluss die Spirale der Eskalation in Gang setzen würde, von der niemand weiß, wer sie wann und wie wieder stoppen wird. Ganz davon abgesehen, dass man sich mit politischer Konsequenz in dieser Frage am Ende selbst schadet. Denn nicht wenige Staaten brauchen den russischen Markt für ihre wirtschaftliche Stabilität. Im Zweifel ist russischer Strom einem Regierungschef immer noch lieber, als wenn wegen des moralisch edlen Kampfes für politische Werte daheim das Licht ausgeht. Man sollte die Erwartungen an diesen EU-Gipfel nicht zu hoch schrauben. Eine Drohung, die Moskau zur Einsicht bringt, ist nicht in Sicht.

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