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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Irak

Bielefeld (ots) - Barack Obama verdient ein Lob für sein umsichtiges Vorgehen in Syrien und Irak, das Kritiker als unverantwortliches Zögern auslegen. Den Vogel schießt der ehemalige Vize-Präsident Dick Cheney ab, der dem Präsidenten Verrat vorhält. Dieser Vorwurf aus dem Mund eines Verantwortlichen, der im Amt so ziemlich alles falsch eingeschätzt hat, klingt absurd. Glücklicherweise versteht Obama die Komplexität der Konflikte in Syrien und Irak besser. Es ist eine Mär zu glauben, die Isis-Extremisten stünden heute nicht vor Bagdad, hätte die Supermacht vorher moderate Kräfte in Syrien unterstützt. Jenseits einer Invasion mit hunderttausenden Bodentruppen hätten die Amerikaner damit nur genau den Extremisten geholfen, die nun Irak terrorisieren. Dass diese großen Rückhalt in der sunnitischen Bevölkerung finden, ist das Ergebnis der unfähigen Politik des Schiiten Nuri al-Maliki. Obamas Plan ist richtig, wenn er vor jedem Einsatzbefehl auf politische Reformen in Irak drängt. Luftangriffe brächten nur eine Atempause. Dann könnten die Voraussetzung für eine politische Lösung geschaffen werden.

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