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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Energiegipfel

Bielefeld (ots) - Ein harmonischer Abend ist nahezu ausgeschlossen. Wenn Kanzlerin Angela Merkel mit ihrem Energieminister Sigmar Gabriel für morgen die Länderchefs zu einem Energiegipfel nach Berlin bittet, wird es auch Verlierer geben. Denn alle Ziele der Energiewende sind einfach nicht zu erfüllen. Am Atomausstieg soll nicht gerüttelt werden. Bayern sträubt sich gegen neue Stromtrassen. Außerdem besteht der Freistaat darauf, dass die Förderung heimischer Biogasanlagen nicht eingeschränkt wird. Die norddeutschen Länder lehnen eine Deckelung des Windkraft-Stroms ab. Nordrhein-Westfalen pocht auf Ökostrom-Rabatte für die Industrie. Das alles unter einen Hut zu kriegen, werden Merkel und Gabriel nicht schaffen. Und wo bleibt der einfache Stromkunde? Der wird weiter zahlen - auch für Unternehmen, die laut über hohe Stromkosten in Deutschland jammern. Das gleiche Lied ist in den Niederlanden und in Frankreich zu hören, nur andersherum. In Deutschland lägen die Preise für Industriestrom viel niedriger. Wer spricht denn hier die die Wahrheit? Eine Auskunft dazu wird es vermutlich auch morgen nicht geben.

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