Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Stipendienprogramm

Bielefeld (ots) - Das Wort »Elite« hat in Deutschland einen schlechten Ruf. »Für die Eliten wird Geld ausgegeben und für die, die es nötig haben, nicht«, wetterte gestern der SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, bei der Diskussion über das Stipendienprogramm der schwarz-gelben Bundesregierung. Es ist aber sachlich falsch, egoistische Machteliten in Politik und Wirtschaft mit hochbegabten Studenten zu vergleichen. Erstere schaden dem Staat, letztere nützen ihm. Um sein hohes technologisches Niveau im globalen Wettstreit mit den USA, China und Indien zu halten, kann Deutschland von ehrgeizigen, überdurchschnittlich guten Nachwuchswissenschaftlern gar nicht genug haben. Deshalb ist das Stipendienprogramm als Belohnung für bewiesenes Engagement und Ansporn zu weiteren Forschungsleistungen ein richtiger Schritt. In einer Finanzkrise müssen zusätzliche Ausgaben gut überlegt sein. Aber die zwölf Millionen Euro, die das Stipendienprogramm den Bund pro Jahr kosten wird, sind gut angelegtes Geld. In der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts hängt staatlicher Wohlstand von Bildung ab.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: