Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum G-20-Gipfel

Bielefeld (ots) - Beim kanadischen Doppelgipfel scheint sich überraschend die finanzpolitische Vernunft durchgesetzt zu haben. Trotz aller Kritik könnte von dieser viel zu teuren Zusammenkunft deshalb eine wichtige Botschaft ausgehen: Die Zukunft der Welt darf nicht auf Schulden aufgebaut werden. Zwar enthält das Abschlussdokument vor allem Absichtserklärungen. Doch schon die internationale Einigung auf derart schnell zu erreichende Ziele (Defizithalbierung bis 2013, Schuldenabbau ab 2016) lässt hoffen. Es bleibt natürlich die Gefahr der unterschiedlichen Auslegung der unverbindlichen Vereinbarungen - und die bereits gebrochenen Gipfel-Versprechen in Sachen Hilfe für arme Länder mahnen auch, nicht zu vertrauensselig zu sein. Doch unterm Strich ist ein Schritt in die richtige Richtung zu verbuchen. Keine kleine Rolle bei dieser positiven Betrachtung spielen die niedrigen Erwartungen gegenüber dem prinzipiellen Nutzen verschwenderischer Globaltagungen. Und das ist etwas, was unabhängig von Toronto 2010 dringend angegangen werden muss. Richtige Beschlüsse kann man auch billiger treffen.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: