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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Opel

Bielefeld (ots) - Dass die Amerikaner weiter um deutsche Milliardenhilfe pokern, kann man ihnen kaum verübeln. Vielleicht klappt es ja. Keine gute Figur gibt unterdessen die deutsche Politik ab. Es fehlt an einer einheitlichen Linie, an klaren Ansagen. Vor allem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Erwartungshaltung vieler Opelaner enttäuscht. Nachdem sie ihrem Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), der Staatsbürgschaften für Opel ablehnt, widersprochen hatte, folgte gestern nichts als heiße Luft. Wer gemeint hatte, Merkel sorgt bei dem Autobauer mit einem Machtwort für klare finanzielle Zugeständnisse, sah sich getäuscht. Das war kein Schritt nach vorn in Richtung Opel-Rettung, sondern eine Rolle rückwärts. Merkel schiebt die Verantwortung auf die Länderfürsten ab - das ist politischer Eiertanz. Leidtragende sind die Beschäftigten. Ihre Wut kann man gut verstehen.

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