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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Karstadt:

Bielefeld (ots) - Es gibt einen Interessenten. Das ist erst einmal die gute Nachricht für alle, die bei Karstadt arbeiten oder noch Geld von Karstadt bekommen. Die schlechte Nachricht ist: Triton gilt nicht gerade als Wunschkandidat. Der Sanierungsplan, dem die Gläubiger der Kaufhauskette vor etwa zwei Wochen zugestimmt hatten, sieht vor, dass alle 26 000 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Triton sieht das anders und will bis zu 4000 Stellen streichen. Der Insolvenzverwalter von Karstadt, Klaus Hubert Görg, muss nun abwägen: Entweder schluckt er die Kröte und nimmt den Verlust der Arbeitsplätze in Kauf, oder er weist den einzigen offiziellen Interessenten ab und besiegelt damit Karstadts Zerschlagung. Die letzte Möglichkeit: Er findet doch noch einen anderen Käufer. Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist ein Kandidat, weil sie Mitglied einer Gruppe ist, der die meisten Karstadt-Häuser gehören. Fast ein Jahr zieht sich die Karstadt-Sanierung nun schon hin. Der Fall gilt in der Branche als schweres Erbe. Die Mitarbeiter, alle Beteiligten, werden bis zur letzten Minuten bangen müssen.

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