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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Terrorurteil

Bielefeld (ots) - Weitaus schneller als anfangs zu befürchten hat das Oberlandesgericht Düsseldorf sein Urteil im Terrorprozess gegen die Sauerland-Gruppe gesprochen. Das ist - zumindest zum Teil - dem Umstand zu verdanken, dass die Angeklagten ausführliche Geständnisse abgelegt hatten. Die Hoffnung, damit ein deutlich geringeres Strafmaß zu erhalten, hat sich für die verhinderten Attentäter nicht erfüllt. Um maximal ein Jahr blieb das Gericht unter den Forderungen der Anklage. Zu monströs war das geplante Verbrechen, als dass Reue die Schuld hätte tilgen können. Nur der erfolgreichen Arbeit der Polizei und dem Dilettantismus der Täter ist es zu verdanken, dass Deutschland vor einem Blutbad ungeahnten Ausmaßes bewahrt wurde. Doch eine Frage bleibt unbeantwortet: Warum lassen sich junge Männer aus Deutschland in eine dermaßen fanatische Verblendung treiben? Schulprobleme, Trennung der Eltern - tausende Heranwachsende teilen dieses Schicksal, ohne zu islamistischen Terroristen zu werden. Solange wir nicht zu verhindern wissen, dass Islamisten sich der Köpfe solcher Menschen bemächtigen, solange ist die Terrorgefahr nicht gebannt. Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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