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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT in Bielefeld zum Kundus-Ausschuss

Bielefeld (ots) - Nun wird sich also der Untersuchungsausschuss von Januar an mit den Zeugenbefragungen zur Kundus-Affäre beschäftigen. Es wird allerhöchste Zeit, dass die Umstände des schwersten kriegerischen Zwischenfalls in der Geschichte der Bundeswehr aufgeklärt werden. Zu den mit Spannung erwarteten Zeugen gehört natürlich Ex-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan, der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mittlerweile der Lüge bezichtigt, was die Umstände seiner Entlassung angeht. Es gehört zu den vielen Merkwürdigkeiten dieser Affäre, dass nun auch bekannt wird, dass das Verteidigungsministerium das Kanzleramt erst zwei Tage nach der Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel zum Luftangriff über den Bericht von Oberst Georg Klein unterrichtet habe, in dem er über viele Tote in Kundus informiert hat. Zu diesem Zeitpunkt lag dieser Bericht dem früheren Generalinspekteur bereits seit fünf Tagen vor. Vor diesem Hintergrund muss es zu den vordringlichen Aufgaben des Ausschusses gehören, die kaum fassbare Informationspolitik des Verteidigungsministeriums zu durchleuchten. Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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