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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema China und die Buchmesse

    Bielefeld (ots) - Das Spiel ist nicht gerade neu: Passiert irgend etwas im Ausland, dass auch nur den leisesten Geruch von Regimekritik an der Volksrepublik China hat, schwupps, kommen scharfe Reaktionen aus dem kommunistisch regierten Land. So und nicht anders im Fall der chinesischen Schriftstellerin Dai Qing, die im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse nur an einem Symposium zum Thema China teilnehmen wollte. Der chinesische Drache fauchte, und schon luden die Organisatoren die Aktivistin flugs wieder aus. Die Sorge um die Folgen einer Nichtbefolgung eines Fernbefehls mag sie dazu getrieben haben. Dafür könnte man noch Verständnis aufbringen. Weniger zu verstehen ist, dass all dies nicht vorher bedacht wurde. Gewiss hätte es einen anderen Weg gegeben. Gradlinigkeit war hier gefordert, außerdem Stehvermögen, Mut und klare Linie. Daran hat es gemangelt. So war man erpressbar. Die Chinesen lassen immer häufiger die Muskeln spielen, sind rücksichtslos und verletzen Menschenrechte. Welchen Eindruck sie damit machen, scheint ihnen völlig egal zu sein.

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