Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Wirtschaftsrat:

    Bielefeld (ots) - Vorbei mit der Ruhe? Natürlich, denn das Papier des Wirtschaftsrates birgt reichlich Zündstoff in sich. Da wird sich so mancher Arbeiterführer in der Union erst die Augen reiben und dann widersprechen, nachdem er die Forderungen des Wirtschaftsflügels studiert hat. Aber genau das ist Sinn der Sache. Bevor CDU-Vordenker in gestelzten Worten das Wahlprogramm in Stein meißeln, müssen sich alle Flügel der Volkspartei zusammenraufen, damit sie sich später nicht nur im Inhaltsverzeichnis wieder finden. Auf solch eine Einladung hat der Wirtschaftsrat wohl vergebens gewartet und ist mit seinem Forderungskatalog vorgeprescht Die Erbschaftssteuer und den Solidaritätszuschlag zu kippen, ist ganz schön mutig. Aber aus Sicht der Unternehmer und Mittelständler in der Union durchaus verständlich. Klare Worte, klare Kante, klares Profil. Wenn nicht jetzt, wann dann? Kompromisssoße, Einheitsbrei und Koalitionsgekungel kommt früh genug. Der Wirtschaftsrat in der CDU muss eigene Forderungen aufstellen und sich mit eigenen Vorstellungen beispielsweise vom Steuerkonzept - wo bleibt das der CDU? - der SPD abgrenzen. Sonst könnte der Verband sofort seine Arbeit einstellen und Aufnahmeanträge für die FDP stellen. Die Liberalen hätten nichts dagegen. Leiden würde die Volkspartei CDU.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: