Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

    Bielefeld (ots) - Beim Geld hören heute in Russland alte Freundschaften auf und neue beginnen. Zu denen, die die finanziellen Folgen zu tragen haben, gehört Westeuropa. »Die Ära des billigen Gases ist vorbei«, droht Wladimir Putin. Als hätten die Deutschen in diesem Jahr besonders billige Gaspreise genossen! Recht hat der russische Ministerpräsident, dass kommende Explorationen teuer werden. Allerdings verschweigt er die turmhohen Gewinne, die Gazprom seit Jahren im Energiesektor erzielt. Russland schwimmt in Rubel. Jetzt geht es um Macht. Dabei schreckt Putin noch nicht einmal davor zurück, den Iran zu seinem neuen Freund zu machen. Der Öl-Boykott der Opec liegt gerade mal 35 Jahre zurück. Das Gaskartell könnte ähnlich mächtig werden. Wer wissen will, wie es sich anfühlt, wenn man von Moskau unter Druck gesetzt wird, sollte einfach mal in Kiew anrufen. Eine mögliche Abwehrstrategie beginnt zu Hause. Die ersten Schritte: möglichst viel Energie sparen und den Rest aus unterschiedlichen Quellen speisen. Dazu kommt mehr Wettbewerb zu Hause. Eine Auflösung des deutschen Oligopols kann nach Ansicht von Verbraucherschützern den Gaspreis um 15 Prozent senken.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: