Deutsche Welthungerhilfe e.V.

UN Klimagipfel in Paris
Welthungerhilfe: Klimaabkommen ist historischer Schritt, die vom Klimawandel betroffenen Länder brauchen Hilfe

Bonn (ots) - Die Welthungerhilfe begrüßt ausdrücklich die gestern in Paris erreichten Ergebnisse zum internationalen Klimaschutz.

Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe bezeichnet die Einigung auf das Klimaabkommen als "historischen Schritt". Sie fordert die Staatengemeinschaft auf, die Hilfe für diejenigen ins Zentrum zu rücken, die von den unabwendbaren Folgen der Erderwärmung betroffen sind. "Der Klimawandel hat bereits unabwendbare Schäden verursacht", sagt Bärbel Diekmann. "Die Weltgemeinschaft steht nun in der Pflicht, den betroffenen Menschen in den ärmeren Ländern zu helfen, mit den Folgen zu leben. Paris ist nur der Anfang einer langen Reise."

Die Welthungerhilfe ist auch zufrieden, dass die Staaten 100 Milliarden Dollar pro Jahr hinaus für weitere Hilfe bereitstellen. "Das ist ein guter Anfang. Wir werden allerdings darauf achten, dass diese Zusagen jetzt auch eingehalten und umgesetzt werden", sagt Michael Kühn, Klimaexperte bei der Welthungerhilfe. Er verweist darauf, dass sich die Staaten verpflichteten, die Hilfszusagen im Jahr 2025 aufzustocken.

Die Welthungerhilfe engagiert sich seit Jahrzehnten für die Ernährungssicherung der Bevölkerung in armen Ländern. Gerade Menschen in den ärmeren Ländern sind massiv vom Klimawandel betroffen. Die Erderwärmung hat zahlreiche direkte und indirekte Einflüsse auf die Ernährungssicherheit, insbesondere in den südlich gelegenen Ländern. In ärmeren Ländern produzieren Kleinbauern einen Großteil der landwirtschaftlichen Erträge.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 7.733 Projekte in 70 Ländern mit 2,84 Milliarden Euro gefördert - für eine Welt ohne Hunger und Armut.

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Simone Pott
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