BDI Bundesverband der Dt. Industrie

Luftfahrt den Gegebenheiten von Liberalisierung und Globalisierung anpassen - Die Zeit ist reif für eine neue Weltluftverkehrsordnung

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    Berlin (ots) - "Unter der Doppelbelastung von konjunktureller
Talfahrt und Überwindung der Terrorfolgen ist es gerade jetzt nötig,
dass die Luftverkehrsbranche neue Impulse bekommt. Ihr Ordnungsrahmen
und ihre Infrastruktur müssen auf Wachstum ausgerichtet werden. Die
Krise muss zum Anlass genommen werden, die Rahmenbedingungen für die
Luftfahrt neu zu überdenken und sie den heutigen Gegebenheiten von
Liberalisierung und Globalisierung anzupassen. Die Zeit ist reif für
eine neue Weltluftverkehrsordnung." Dies sagte der
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Jürgen Weber, beim
1. Deutschen Luftverkehrkongress, zu dem der Bundesverband der
Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Lufthansa in Berlin
eingeladen haben. Der Luftverkehr sei eine Schlüsselindustrie für die
vernetzte Gesellschaft. Deutschland als führende Exportnation könne
nicht auf weltweite Verbindungen verzichten. "1,6 Milliarden Menschen
nehmen jährlich die Dienste von Airlines in Anspruch und nahezu 40
Prozent aller Exportgüter der globalen Wirtschaft, gemessen am
Warenwert, werden mit dem Flugzeug befördert", betonte Weber den
Stellenwert der Luftfahrt. Bis zu eine Million Arbeitsplätze sind in
Deutschland auf eine wettbewerbsfähige Luftfahrt angewiesen. "Wir
brauchen klare Bekenntnisse in der Politik", so Weber. Der Kongress
sei ein erster wichtiger Schritt sich mit mehr Selbstbewusstsein und
Geschlossenheit darzustellen und Interessen gemeinsam vorzubringen.
    
    Der Vizepräsident des BDI, Hans-Olaf Henkel, stellte die Bedeutung
des Luftverkehrs für die deutsche Industrie heraus: "Je globaler sich
die Industrie aufstellt, desto mehr Geschäftsreisen werden nötig.
Auch Luftfracht ist zum strategischen Faktor geworden. Die
Unternehmen verbinden immer mehr ihre weltweit verteilten
Produktionseinheiten. Passen wir unsere Infrastrukturen nicht diesen
Realitäten an, setzen wir einen unserer herausragenden
Standortfaktoren aufs Spiel, den  eine Industrienation wie wir
braucht - die besten Wege für den Handel und den Austausch mit
unseren Partnern in Europa und der Welt." Die deutschen Flughäfen
seien von ihrer Kapazität nicht auf die  voraussehbare Nachfrage nach
Flugmöglichkeiten vorbereitet, sagte Henkel. Nach Berechnungen des
Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Köln werde die Nachfrage
nach Luftverkehrsleistungen in 2010 rund 50 bis 100 Prozent über den
heute verfügbaren Kapazitäten liegen.
    
    Für den Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und
Raumfahrtindustrie (BDLI) und CEO der EADS European Aeronautic
Defence and Space Company, Rainer Hertrich, kann ein Hochlohnland wie
Deutschland im internationalen Wettbewerb nur bestehen, wenn es seine
technologischen Stärken ausbaut. Hierzu sollten in diesem Jahr die
politischen Weichen für die Fortführung des
Luftfahrtforschungsprogramms richtig gestellt werden. "Durch dieses
Programm können wir deutsche Kompetenzvorsprünge sichern und etwa bei
der Reduktion von Verbrauch und Lärm entscheidende Fortschritte
erzielen. Über unsere Produkterfolge und unsere unbestrittene
Arbeitsplatz-Wirkung hinaus wird unsere Bedeutung für Deutschland vor
allem durch unseren Beitrag zur Wissensgesellschaft deutlich: Die
Luft- und Raumfahrtindustrie ist mit ihrem hohen Anteil von Forschung
und Entwicklung am Branchenumsatz, der rund 20 Prozent erreicht, ein
wichtiger Schrittmacher der deutschen Industrie. Unsere Industrie
kann ihre Wirkung für den Standort Deutschland nur durch optimale
Rahmenbedingungen entfalten. Hier gilt der Dreiklang:
Nachfragegerechte Infrastruktur, gleiche Wettbewerbsbedingungen und
zukunftsorientierte Technologiepolitik.", so Hertrich.
    
    Die insgesamt 600 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik konnten im
Rahmen des Kongresses beim BDI im Haus der Deutschen Wirtschaft
themenspezifische Messestände von mehr als 20 namhaften Unternehmen
der Luftverkehrsbranche  besuchen. Ein Parlamentarischer Abend, zu
dem der BDLI am Vortag eingeladen hatte, rundete das Programm ab.
    
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