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BGA zum Stahlkonflikt: Transatlantisches Verhältnis stärken

    Berlin (ots) - "Die aktuellen Streitfälle zeigen es überdeutlich:
Wir benötigen einen neuen Anlauf im transatlantischen Verhältnis. Die
beiden stärksten Motoren des Welthandels, die USA und die EU, müssen
sich zusammenraufen und die aktuellen Probleme so schnell wie möglich
vom Tisch bringen." Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des
Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), in Berlin
zum morgigen Inkrafttreten der Sonderzölle der USA. Mit diesen Zöllen
werden Stahleinfuhren in die Vereinigten Staaten für drei Jahre um
bis zu 30 Prozent verteuert, um den US-Stahlmarkt vor ausländischen
Wettbewerbern abzuschotten. Börner: "Handelssanktionen nützen
letztendlich keinem und schaden allen: Den Verbrauchern, den
beteiligten Industriezweigen und nicht zuletzt dem
Welthandelssystem".
    
    "Die beste Lösung wäre, wenn die USA ihre protektionistischen und
WTO-widrigen Sonderzölle auf Stahl sofort zurückzunehmen würden. Die
zweitbeste Lösung sehen wir darin, dass sich die USA wenigstens zu
Kompensationen, also Handelserleichterungen in anderen Bereichen,
bereit zeigten", so der BGA-Präsident.    
    
    "Auch die EU-Kommission muss das Augenmaß bei der Verhängung von
Sanktionen wahren und darf nicht über das Ziel hinausschießen.
Anstatt sofort Strafzölle gegen US-Produkte zu verhängen, muss die EU
den Rechtsweg vor der WTO beschreiten. Auch im Konflikt um die
Steuerbegünstigungen für überseeische US-Tochterfirmen (Foreign Sales
Corporations - FSC) sollte die EU vorerst auf Sanktionen verzichten
und den USA Zeit geben, ihr Steuersystem umzustellen", so Börner.
Laut WTO-Schiedsspruch wäre die EU berechtigt, im FSC-Streit
Sanktionen in Milliardenhöhe zu verhängen.
    
    
ots Originaltext: Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandel
(BGA)
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