NDR Norddeutscher Rundfunk

Jobst Plog erneut zum NDR Intendanten gewählt

    Hamburg (ots) - Prof. Jobst Plog bleibt für weitere sechs Jahre an
der Spitze des NDR. Der Rundfunkrat des Senders hat den derzeitigen
Intendanten am Freitag (14. Juni) in geheimer Wahl einstimmig für
eine weitere Amtszeit gewählt. Das Gremium folgte damit einem
entsprechenden Vorschlag des NDR Verwaltungsrats.
    
    "An der Schwelle zum Digitalzeitalter steht der
öffentlich-rechtliche Rundfunk vor großen Herausforderungen", so Plog
anlässlich seiner Wiederwahl. "Die Zahl der Konkurrenzangebote wird
weiter wachsen - wir müssen mit unseren Programmen auffindbar
bleiben. Die Art und Weise, wie wir Fernsehen produzieren, wird sich
dramatisch verändern. Hinsichtlich der Entwicklung bei den
Rechtekosten sehe ich die Chance für einen Wandel: Mit der Fußball-WM
2002 hat die radikale Kommerzialisierung des Produkts Fernsehen ihren
Zenit womöglich überschritten. Der Hickhack um die Bilder aus Japan
und Korea hat den Zuschauern, vielleicht sogar dem einen oder anderen
Sportfunktionär in exemplarischer Weise den hohen Wert des
solidarfinanzierten Rundfunksystems vor Augen geführt. Die Idee des
Radios und Fernsehens für alle ist aktuell wie lange nicht mehr. Die
gesellschaftliche Wertschätzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
stimmt mich im Hinblick auf kommende Aufgaben optimistisch."
    
    Plog (61) stammt aus Hannover. Nach dem Studium der
Rechtswissenschaften in Hamburg, Göttingen und Paris arbeitete er
zunächst als Anwalt in einer renommierten hannoverschen Kanzlei. 1977
berief der NDR den damals 36-Jährigen zum Justitiar. Während der NDR
Krise Ende der 70er Jahre hatte Plog maßgeblichen Anteil daran, dass
die von Teilen der Politik versuchte Zerschlagung des Senders
misslang. Von 1980 an war er Stellvertretender Intendant des NDR.
    
    Seit Januar 1991 steht Plog an der Spitze des Senders. Unter
seiner Führung gelang es u.a., Mecklenburg-Vorpommern als viertes
Staatsvertragsland des Senders zu gewinnen und in den Verbund mit
Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg zu integrieren. Als
ARD-Vorsitzender initiierte er in den Jahren 1993/94 eine
Strategiediskussion, die zu wichtigen Reformen innerhalb der ARD
geführt hat. Die zweite Amtszeit Plogs als NDR Intendant stand vor
allem unter dem Zeichen, das Haus für den weiter zunehmenden
Wettbewerb auf dem Mediensektor fit zu machen. In einem von breitem
Konsens getragenen Projekt zur Senkung der Fixkosten baute der NDR
innerhalb von sechs Jahren u.a. 506 Planstellen ab, um finanzielle
Mittel zur Verstärkung des Programms zu gewinnen und die Flexibilität
des Unternehmens zu steigern. Im Nebenamt nimmt Plog seit 1999 die
Position des Präsidenten von ARTE ein. Diese Aufgabe endet mit Ablauf
des Jahres 2002.
    
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Sie in der Internet-Bilddatenbank www.ard-foto.de oder über die
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Sandra Thormählen
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