Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

Parlamentarischer Abend des VKU zur Zukunft des Strommarkts / "Knappheitspreise setzen keine ausreichenden Investitionsanreize für effiziente und flexible Kraftwerke"

Berlin (ots) - Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) veranstaltet heute Abend unter dem Titel "Versorgungssicherheit im Energiemarkt der Zukunft" einen parlamentarischen Abend, zu dem Vertreter aller Bundestagsfraktionen eingeladen sind, um über die Zukunft des Energiemarktes zu diskutieren.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der sich gegen die Einführung eines Kapazitätsmarktes ausgesprochen hatte, möchte der VKU mit den geladenen Parlamentariern die Frage erörtern, welchen Stellenwert die Versorgungssicherheit zukünftig haben soll. Der VKU hatte sich wie viele andere Verbände der Energiewirtschaft für die Einführung eines dezentralen Kapazitätsmarktes ausgesprochen. Effiziente Kraftwerke lassen sich derzeit genauso wenig wie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) betreiben, was sich investitionshemmend auswirkt.

Als Argument gegen die Einführung des Kapazitätsmarktes wird angeführt, dass Knappheitspreise Investitionsanreize für Milliarden Euro teure Kraftwerke setzen sollen. Knappheitspreise sollen dann entstehen, wenn an Tagen mit wenig Ökostrom im Netz und hohem Verbrauch der Strom besonders teuer verkauft werden kann. Dazu VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck: "Ich bin nicht optimistisch genug um zu glauben, dass das ausreicht. Der Energy-Only-Markt macht dort Sinn, wo es etablierte energiewirtschaftliche Strukturen gibt. Der Energy-Only-Markt ist aber nicht das Standardmodell für investitionsintensive Phasen, wie sie uns bevorstehen. Diese Erfahrung haben auch Länder wie Großbritannien oder Frankreich gemacht, die Kapazitätsmärkte eingeführt haben oder es planen."

Wie ohne die Einführung eines Kapazitätsmarktes bei gleichzeitig steigendem Anteil von Strom aus erneuerbaren Energiequellen Versorgungssicherheit hergestellt werden soll, diskutieren heute Abend ab 18.30 Uhr im VKU-Forum Hubertus Heil, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, Michael Fuchs, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, Dr. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik, Bündnis 90/Die Grünen, Caren Lay, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, DIE LINKE, sowie Andreas Feicht, VKU-Vizepräsident.

Vertreter der Presse sind als Gäste willkommen.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 245.000 Beschäftigten wurden 2012 Umsatzerlöse von mehr als 110 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 8,6 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 46 Prozent in der Strom-, 59 Prozent in der Erdgas-, 80 Prozent in der Trinkwasser-, 65 Prozent in der Wärmeversorgung und 26 Prozent in der Abwasserentsorgung. Sie entsorgen zudem jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 65 Prozent die höchste Recyclingquote unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erreicht.

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