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Weser-Kurier: Zum Handlungsspielraum Israels schreibt Daniel Killy im WESER-KURIER:

Bremen (ots) - Es ist immer das gleiche: Raketen regnen aus Gaza auf Israel, Israel wehrt sich - und die Welt spricht von Eskalation. Jetzt bemüht sich Ägyptens neue Führung um eine Waffenruhe. Das ist zwar ein ermutigendes Signal, aber eben auch nicht mehr. Denn eine Waffenruhe kann es eigentlich nur zwischen verfeindeten Konfliktparteien geben - und nicht zwischen Terroristen und Demokraten. Gleiches gilt im übrigen für Kompromisse. Die werden in dieser unseligen Konstellation stets Israel abverlangt. Pflichtschuldigst hat Palästinenser-Präsident Abbas auch den Raketenbeschuss verurteilt und ein Ende der "militärischen Eskalation" gefordert. Ändern tut sich dadurch aber nichts - an den Hamas-Abschussbasen in Gaza sitzen die Koalitionspartner seiner Fatah. Deren Ziel ist und bleibt die Vernichtung Israels und seiner Bewohner. So bleibt eine gewaltfreie Lösung auf lange Sicht aussichtslos. Die hat in 65 Jahren Geschichte des jüdischen Staates sowieso immer nur "Land gegen Frieden" geheißen - das Land ist weg, der Frieden in weiter Ferne. Da verwundert es nicht, dass Israels Parlament dafür stimmte, künftige Gebietsabtretungen ab sofort durch Volksabstimmungen absegnen zu lassen und so zu erschweren. Denn die einzige Option für eine friedliche Zwei-Staatenlösung bleibt die Anerkennung des jüdischen Staates durch die Palästinenser.

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