Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

Energiepolitische Gespräche im Kanzleramt
Bundesregierung darf im Energiekonzept die Auswirkungen auf den Wettbewerb nicht außer Acht lassen

Berlin (ots) - Im Vorfeld des Gesprächs der Bundeskanzlerin mit den Spitzen der großen Energiekonzerne macht der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) deutlich, dass alle relevanten Akteure in die Beratungen zu einem zukunftsfähigen Energiekonzept für Deutschland eingebunden werden müssen. "Die Stadtwerke wollen sich kurz- und mittelfristig mit rund 12,5 Milliarden Euro für den Ausbau einer dezentralen Energieerzeugung mit einem hohen Anteil an Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und erneuerbaren Energien engagieren", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. "Mit diesen Investitionen wollen die Stadtwerke auch für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt sorgen, der bei der Stromerzeugung immer noch von den vier großen Konzernen dominiert wird", so Reck weiter.

Laut VKU darf es auch im Rahmen von informellen Spitzengesprächen keine Vorfestlegungen geben, die bereits die Eckpfeiler eines Energiekonzeptes festzurren. Es muss einen wissenschaftlich fundierten Unterbau und eine solide Erörterung mit Wirtschafts- und Verbraucherverbänden zu Auswirkungen und Wirksamkeit bestimmter Festlegungen geben. Der VKU sieht sich mit seinen Forderungen nicht alleine. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage von TNS Emnid zur Energieversorgung in Deutschland macht deutlich, dass 68 Prozent der Deutschen eine dezentrale Stromerzeugung durch regionale und örtliche Energieunternehmen wollen. 84 Prozent wünschen sich sogar künftig eine wichtigere Rolle der Stadtwerke. "Beim Energiekonzept 2010 ist es außerordentlich wichtig, dass die Bundesregierung das Engagement der Stadtwerke auch ordnungspolitisch unterstützt", so Reck abschließend.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.

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