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Neue Westfälische (Bielefeld): Rückenleiden sorgen für viele Krankheitstage In Gesundheit investieren Matthias Bungeroth

Bielefeld (ots) - Die Zahl der Krankheitstage bei den Beschäftigten in Ostwestfalen-Lippe ist noch immer zu hoch. Diesen Schluss kann man aus den Zahlen ableiten, die die AOK Nordwest vorlegt. Danach war 2016 jeder der rund 285.000 versicherten Erwerbstätigen dieser Krankenkasse durchschnittlich an 21,1 Tagen krankgeschrieben. Das entspricht in etwa einem kompletten Arbeitsmonat. Allein diese Zahl verdeutlicht, dass im Bereich betrieblicher Gesundheit noch viel zu tun ist. Dies gilt umso mehr, als der Krankenstand mit 5,8 Prozent in Ostwestfalen-Lippe ein halbes Prozent höher liegt als im Bundesgebiet. Das heißt: Knapp sechs Prozent der Belegschaften aller Betriebe waren rein rechnerisch an jedem Arbeitstag des Vorjahrs aus Krankheitsgründen nicht an ihrem Arbeitsplatz. Und nun kommt es: Knapp 40 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage (exakt 38,4 Prozent) entfallen auf Langzeiterkrankungen. Auch wenn die Statistik der AOK bestimmte Berufsgruppen wie den öffentlichen Dienst, Lehrer oder Polizisten nicht repräsentativ abbilden kann, lässt sich aus diesen Zahlen doch einiges an Handlungsbedarf für das produzierende und dienstleistende Gewerbe ableiten. In einer Zeit, da die Mitarbeiterschaft in den Betrieben aus demografischen Gründen immer älter wird, muss das Thema betriebliche Gesundheit flächendeckend eine sehr hohe Priorität bekommen, wo sie es nicht schon hat. Zudem ist der Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte längst im Gange. Unternehmen, die gute Ansätze im innerbetrieblichen Gesundheitsmanagement vorweisen können, haben in diesem Konkurrenzkampf also ein wichtiges und gutes Argument auf ihrer Seite. Betriebe die hier noch keine ausreichende Dynamik entfaltet haben, sollten darüber schnellstens nachdenken und in die Gesundheit ihrer Belegschaft investieren. Dabei haben Experten recht, die sagen, dass es wichtig ist, nicht erst zu handeln, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Die Arbeitsbedingungen eines jeden einzelnen Arbeitsplatzes gehören auf den Prüfstand. Dabei sind Arbeitgeber immer auch auf die Rückmeldungen der Beschäftigten angewiesen. Das Bewusstsein dafür, was dauerhaft gesund ist und was nicht, kann nur im Schulalter geweckt werden. Ein ganzheitliches Konzept ist also vonnöten.

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