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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Kritik der nordrhein-westfälischen Jäger an den Grünen Zügellose Wut FLORIAN PFITZNER, DÜSSELDORF

Bielefeld (ots) - Es ist so eine Sache mit den Grünen. Sie können einen nerven mit ihrer versuchten Zwangsbeglückung; mit ihrem Anspruch, ihr bisweilen biederes Verständnis von einer modernen Gesellschaft universellen Anwendungscharakter zu verleihen; mit ihrer manchmal anmaßenden Haltung in Verbraucher- und Naturschutzfragen. Sämtliche dieser Eigenschaften rechtfertigen jedoch nicht, mit welchem Ton sich der Jagdverband in NRW in die Politik des Grünenpolitikers Johannes Remmel verbeißt. Da ist permanent von "Angriffen" die Rede, von einem "Kampf", auf den sich der nordrhein-westfälische Umweltminister einzustellen habe. Überhaupt gehöre er aus dem Amt entfernt, "der Remmel". Grundsätzlich seien die Grünen "sachlich-fachlich" weit entfernt von der Lebenswirklichkeit der Jäger in NRW, die gerne von "Land und Leuten" sprechen, wenn sie eigentlich sich selbst meinen. Hinter der zügellosen Wut steckt ein durchaus zweifelhaftes Demokratieverständnis. Es ist legitim, innerhalb des Gesetzgebungsverfahrens auf Lobbyinteressen zu drängen. Es ist wünschenswert, nachträglich Verbesserungen anzumahnen. Gleich eine Ablösung einer Regierungsfraktion zu empfehlen, wenn das Gesetz den eigenen Geschmack verfehlt, ist indes schon ziemlich kurios. Wer so vorgeht, vertritt eher eine ideologisch verbohrte Minderheit als die Mitte der Gesellschaft.

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