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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Strafzinsen für private Bankkunden Sicherheit ist nicht mehr kostenlos Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Seit Jahren lautet die Devise: Kein Profit ohne Risiko. Inflationsverluste und Niedrigzinsen sorgen dafür, dass sicherheitsorientiertes Sparen zum Auslaufmodell verkommt. Es ist also nicht neu, dass Sparer draufzahlen, wenn sie kein Risiko eingehen. Warum also die Aufregung, wenn Banken Strafzinsen auch für Privatkunden erheben? Deutsche legen ihr Vermögen am liebsten bei Banken an. Deshalb sorgt die Entscheidung einer kleinen deutschen Bank, Strafzinsen von Privatkunden zu verlangen, für Unsicherheit, auch wenn davon nur vermögende Kunden betroffen sind. Ob andere Geldinstitute der Entscheidung folgen oder nicht, allein die Diskussion darüber kann dafür sorgen, dass die Sparneigung weiter sinkt und so die Absicherung im Alter gefährdet ist. Doch das Problem liegt nicht nur bei den deutschen Banken, sondern vor allem bei der Europäischen Zentralbank, die Strafzinsen gegen Banken verhängt, die Geld bei ihr parken. Diese Strafzinsen geben Banken an ihre Kunden weiter. Die Konsequenz dieses Kreislaufs: Entweder setzen Sparer ihr Vermögen künftig aufs Spiel, oder sie lagern ihr Geld im heimischen Tresor.

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