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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Schon wieder eine neue Trasse durch OWL geplant Proteste programmiert HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Jahrzehntelang wurde über den Bau der Autobahn 33 gestritten. Noch ist dieses Projekt nicht fertig, da kommt es schon wieder knüppeldick. Der Netzbetreiber Tennet plant vom Norden bis in den Süden der Republik eine gigantische Stromtrasse, die auch durch das Weserbergland führen soll. Und der Düngemittelkonzern Kali + Salz legt Zeichnungen für eine Nordseepipeline vor. Drei von vier Trassenvarianten führen dabei mitten durch OWL. Zwar soll die Salzlauge im Gegensatz zum Strom unter und nicht über der Erde fließen. Trotzdem dürften auch mit dem Bau einer Pipeline massive Eingriffe und Rodungen in der Landschaft und am Ende vielleicht sogar Risiken verbunden sein. Der Widerstand ist deshalb programmiert. Die ersten Bürgerinitiativen gegen die Stromtrasse haben bereits getagt. Auch gegen die Salzpipeline wird es sicher schon bald Einwände und Proteste geben. Die Frage ist dabei, welche Mittel der Zweck heiligt. Die Stromtrasse wird mit der ökologischen Energiewende begründet, die Salzpipeline soll Werra, Weser und das Grundwasser sauberer machen. Dagegen lässt sich nur wenig sagen. Aber auch unsere Landschaft verdient Schutz. Die Variante, die Pipeline in Niedersachsen laufen zu lassen, besitzt mehr Charme. Dieses Bundesland hat viele Altlasten aus Kalibergwerken. Sie könnten mit der Pipeline beseitigt werden.

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